Prostataspezifisches Membranantigen

Protein in Homo sapiens From Wikipedia, the free encyclopedia

Prostataspezifisches Membranantigen (PSMA) (Synonyme: Glutamatcarboxypeptidase II, NAALADase I = N-Acetyl-L-aspartyl-L-glutamatpeptidase I, Folathydrolase I) ist ein membrangebundenes Glykoprotein. PSMA hat die Funktion eines Enzyms. Es handelt sich um eine Carboxypeptidase, die vom C-Terminus aus Glutaminsäure abspaltet. Beim Menschen findet sich das für PSMA codierende Gen auf Chromosom 11 Genlocus p11.12.[2]

Schnelle Fakten Bezeichner, Enzymklassifikation ...
Prostataspezifisches Membranantigen
Prostataspezifisches Membranantigen
Prostataspezifisches Membranantigen

Vorhandene Strukturdaten: siehe UniProt P00749

Masse/Länge Primärstruktur 750 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur nichtkovalentes Heterodimer[1]
Bezeichner
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Hydrolyse
Substrat Peptide
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
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Beschreibung

PSMA kommt auf normalen Prostatazellen und Prostatakrebszellen vor. Des Weiteren findet es sich auf Zellen der Neovaskulatur (neugebildeten Gefäßen) anderer solider Tumorarten. Mit dem Progressions- und Metastasierungsgrad nimmt die Expression von PSMA zu.[3] Durch die hohe Spezifität stellt es als Tumormarker ein ideales Zielantigen für neue Therapieansätze gegen das Prostatakarzinom dar.[4] Für diagnostische Zwecke können PSMA-spezifische monoklonale Antikörper bei der Positronenemissionstomographie verwendet werden.[5]

Das humane PSMA besteht aus 750 Aminosäuren. Das unmodifizierte Polypeptid hat eine molare Masse von 84 kDa. Je nach Gewebetyp und Spezies unterliegen 10 bis 30 % davon einer posttranslationalen Modifikation.[6] Die molare Masse liegt dann typischerweise bei etwa 100 kDa.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

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