Palais Widmann
Palast in Bozen
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Das Palais Widmann, auch als Landhaus 1 bezeichnet, in der Südtiroler Hauptstadt Bozen ist der Sitz der Südtiroler Landesregierung und der Südtiroler Landeshauptleute. Es befindet sich am Silvius-Magnago-Platz neben dem Landtagsgebäude und steht seit 1989 unter Denkmalschutz.

Das Palais Widmann wurde von 1882 bis 1885 an der damaligen Kaiser-Franz-Josef-Straße (heutige Laurinstraße) nach Plänen des Bozner Stadtbaumeisters Sebastian Altmann für die Adelsfamilie von Widmann-Staffelfeld zu Ulmburg errichtet. Altmann bediente sich dabei des historistischen Stilinventars der Neorenaissance und orientierte sich am Wiener Ringstraßenstil.[1] 1899 ergänzte Baumeister Johann Bittner den straßenseitigen Balkon an der Westseite des Palais. 1924 erwarb die Stadtgemeinde Bozen das Haus.[2]
Nachdem 1927 von der faschistischen Administration die Verwaltungseinheit der Provinz Bozen geschaffen worden war, wurde das Gebäude 1929 als damaliger Sitz der Präfektur sowie der Provinzialverwaltung nach Osten hin verlängert.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Verlauf das Gebäude im September 1943 schwere Bombenschäden erlitt, zog die Südtiroler Landesregierung – im Zuge der allmählichen Ausgestaltung der Südtiroler Autonomiebestimmungen – 1955 in das Haus ein. 2015 wurde der Eingangsbereich modernisiert.[3]
Heute umfasst der Komplex auf 4 Stockwerken 119 Büroräume sowie einen Eingangs- und Medienbereich im Erdgeschoss.[2]
Weblinks
- Eintrag im Monumentbrowser auf der Website des Südtiroler Landesdenkmalamts