Paludamentum
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Das Paludamentum ist der Mantel höchster römischer Feldherren- und Soldaten, der vor einer Schlacht bzw. beim Auszug in den Krieg angelegt wurde. In Rom selbst wurde daher nur sehr selten und ausnahmsweise das Paludamentum angelegt. Dieser Mantel bestand aus einem rechteckigen, purpurnen (bzw. roten) Stück Stoff und wurde wie das Sagum der Soldaten über die linke Schulter geschlagen und auf der rechten Schulter mit einer Fibel befestigt. Er hatte weniger praktischen Nutzen, sondern diente vielmehr (je nach Farbe des Mantels) als Rangabzeichen höchster Feldherrn. Mit dem paludamentum sind römische Kaiser häufig auf Münzen und auf Standbildern dargestellt.

In der Spätantike ab Diokletian wurde das Paludementum immer mehr zum ständigen Attribut des Imperators, also des Herrschers als oberster Feldherr. Gleichzeitig galt aber grundsätzlich jeder, der im Dienst des Kaisers stand, als Soldat (miles); auch die Tätigkeit im zivilen Bereich war nun eine militia, weshalb die Amtsträger meist Militärumhang (höchste Amtsträger das paludamentum, andere das chlamys) und Soldatengürtel (cingulum) trugen, statt wie früher in der Toga aufzutreten.
Literatur
- Hertha Sauer: Paludamentum. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XVIII,3, Stuttgart 1949, Sp. 281–286 (Digitalisat).