Pany

Dorf im Schweizer Kanton Graubünden From Wikipedia, the free encyclopedia

Pany ist ein Dorf im mittleren Prättigau im Schweizer Kanton Graubünden. Pany gehört seit 1892 zur Gemeinde Luzein.

Schnelle Fakten Karte ...
Pany
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Graubünden Graubünden (GR)
Region: Prättigau/Davos
Politische Gemeinde: Luzeini2
Postleitzahl: 7243 Pany
7244 Gadenstätt
Koordinaten: 777619 / 200095
Höhe: 1250 m ü. M.
Fläche: 15,82 km²
Einwohner: 566 (2001)
Einwohnerdichte: 36 Einw. pro km²
Häuser im Dorfkern von Pany
Häuser im Dorfkern von Pany
Karte
Pany (Schweiz)
Pany (Schweiz)
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Geschichte

Reformierte Kirche Pany
Die Lage der Gemeinden vor der Fusion (Stand ca. 1850)

Pany ist eine Hang- und Streusiedlung an der Strasse KüblisSt. Antönien im Prättigau im Kanton Graubünden in der Schweiz. Pany, wo sich auch der Sitz der Gemeindeverwaltung befindet, ist die grösste Fraktion der Gemeinde Luzein, zu der es seit 1892 gehört. Ersturkundlich erwähnt ist die Siedlung 1411 als Pynnuew. Die Flurnamen sind überwiegend rätoromanisch und haben den frühneuzeitlichen Sprachwechsel der Region zum Deutschen nach der Einwanderung der Walser überdauert. Die vormals selbständige Gemeinde am Luzeinerberg umfasste zahlreiche Einzelhöfe sowie den Weiler Gadenstätt. Die Gemeinde fusionierte 1892 zusammen mit Buchen im Prättigau und Putz zur Gemeinde Luzein.[1]

Eine Burgstelle befindet sich beim Weiler Rosenberg mit Kleinfunden aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Pany gehörte kirchlich bis um 1535 zur Pfarrei Jenaz, danach zur Pfarrei Luzein. Die eigene Kirche wurde 1705 erbaut.

Pany ist primär landwirtschaftlich geprägt. Daneben entwickelte sich im 20. Jahrhundert der Fremdenverkehr.[1]

1927 entstand die Bergpoststrecke Küblis–Pany, 1930 das Schwimmbad, 1955 und 1973 kamen Skilifte hinzu. Der Zersiedlung durch starke Bautätigkeit – 1958 bis 1988 wurden ca. 130 Ferienhäuser errichtet – wird mit dem Zonenplan von 1984 entgegengewirkt. Seit 1968 steht in Pany die Zentralschule (Primar- und Realstufe) der Gemeinde Luzein.[1]

Weitere Informationen Bevölkerungsentwicklung ...
Bevölkerungsentwicklung[1]
Jahr19912001
Einwohnerzahlca. 500566
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Bevölkerung und Infrastruktur

Die Einwohnerzahl der nach wie vor stark landwirtschaftlich geprägten Hangsiedlung betrug 2001 ca. 560 Personen.

Pany beherbergt die Primarschule der Gemeinde Luzein.

Seit 1927 wird Pany durch die Postautostrasse KüblisSt. Antönien erschlossen.

Tourismus

Pany ist als Sommer- und Winterferienort das touristische Zentrum des vorderen und mittleren Prättigaus, mit einem grossen Angebot an Ferienwohnungen/Chalets. Zur touristischen Infrastruktur gehört seit 1930 ein alpines Schwimmbad. Später kamen ein Skilift mit vier Skipisten dazu und weitere Winterangebote (Schlitteln, Winterwandern, Langlauf, Pferdeschleipffahrt) sowie Sommerangebote (Wanderwegnetz, Bikerouten, Erlebniswanderweg Re-Ra-Raetikon u. a.). Ende des 20. Jahrhunderts entstand ein Reka-Feriendorf. 2015 wurde der touristische Betrieb vom Tourismusverein Pany-Luzein Tourismus an die Gemeinde Luzein übergeben.

Sehenswürdigkeiten

Die reformierte Dorfkirche stammt aus dem Jahre 1705 und steht unter Denkmalschutz.

Persönlichkeiten

  • Georg Fient (1845–1915), Lehrer, Beamter, Zeitungsredaktor und Mundartschriftsteller
  • Peter Steiner (1917–2007), Alpöhi, Werbefigur und Musiker

Literatur

Commons: Pany – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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