Papaveraldin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Papaveraldin, auch Xanthalin, ist eine chemische Verbindung mit einem Benzylisochinolin-Grundgerüst. Es zählt zur Gruppe der Alkaloide des Opiums.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Papaveraldin
Allgemeines
Name Papaveraldin
Andere Namen
  • Xanthalin
  • (6,7-Dimethoxy-1-isochinolyl)-(3,4-dimethoxyphenyl)-keton
  • 1-[(3,4-dimethoxyphenyl)carbonyl]-6,7-dimethoxyisochinolin (IUPAC)
Summenformel C20H19NO5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 522-57-6
EG-Nummer 208-331-4
ECHA-InfoCard 100.007.576
PubChem 96932
ChemSpider 87524
Wikidata Q1689762
Eigenschaften
Molare Masse 353,37 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

210 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Mit 0,5 bis 3 % (⌀ 1 %) Gehalt ist Papaveraldin neben Morphin (9 bis 18 %, ⌀ 10,5 %), Noscapin (früher auch Narcotin, 2 bis 12 %, ⌀ 5 %), Codein (0,2 bis 6 %, ⌀ 1 %), Papaverin (0,1–0,4 %) sowie Narcein (0,1 bis 1 %, ⌀ 0,5 %), Thebain (0,2 bis 1 %, ⌀ 0,5 %) und Laudanosin einer der Hauptbestandteile des Rohopiums.[3]

Schlafmohn, Papaver somniferum, aus dessen Milch Papaveraldin – neben anderen Alkaloiden – isoliert werden kann.

Synthese und Chemie

Papaveraldin ist ein Oxidationsprodukt von Papaverin.[4] Das N-methylierte Derivat N-Methylxanthalinium kommt als quartäre Ammoniumverbindung natürlich in dem Mondsamengewächs (Menispermaceae) Stephania sasakii vor.[2]

Nachweis

Der Nachweis von Papaveraldin kann durch Hochleistungsflüssigkeitschromatografie erfolgen. Hierbei werden die Analyte mit einem Natriumlaurylsulfat-haltigen Wasser-Methanol-Acetonitril-Gemisch über eine reversed phase C-18 Trennsäule getrennt.[5]

Einzelnachweise

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