Passion Fish

Film von John Sayles (1992) From Wikipedia, the free encyclopedia

Passion Fish ist ein Filmdrama von John Sayles mit Mary McDonnell und Alfre Woodard aus dem Jahr 1992. Der Film wurde mit einem Independent Spirit Award ausgezeichnet und war für zwei Oscars und zwei Golden Globe Awards nominiert.

TitelPassion Fish
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1992
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Passion Fish
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 135 Minuten
Stab
Regie John Sayles
Drehbuch John Sayles
Produktion Sarah Green, Maggie Renzi
Musik Mason Daring
Kamera Roger Deakins
Schnitt John Sayles
Besetzung
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Handlung

May-Alice Culhane ist der Star einer Seifenoper und lebt in New York City. Privat war sie weniger erfolgreich, ihre Ehe ist gescheitert und geschieden. Nun kommt es zu einem Verkehrsunfall und sie ist danach querschnittsgelähmt. Nach der Rehabilitation zieht sie sich in das Haus ihrer Familie in Louisiana zurück, wo sie zwar von Familienmitgliedern und Kollegen besucht wird, aber nur im Rollstuhl sitzt und zu viel Wein trinkt. Sie hat dabei zunächst Probleme eine Pflegekraft zu halten, bis die Afroamerikanerin Chantelle kommt, die auf diese Arbeit zwar angewiesen ist, aber ähnlich willensstark wie May-Alice ist und etwa versucht deren Alkoholkonsum einzuschränken. Zwischen den Frauen entwickelt sich eine Freundschaft. Schließlich wird der Handwerker Rennie gerufen, um eine Reparatur durchzuführen. Er ist die High-School-Liebe von May-Alice, die sie zurückließ, um Karriere zu machen und zwischen den beiden entwickelt sich wieder eine Romanze.

Produktion

John Sayles griff bei dem Verfassen des Drehbuchs auf Erfahrungen über die Pfleger-Patienten-Beziehung zurück, die er selbst in den 1970ern als Pflegekraft und kürzlicher als Patient gemacht hatte. Er schrieb das Skript dabei auch auf Mary McDonnell zu, mit der er bei Matewan zusammengearbeitet hatte. Mit einem Budget von 4,8 Millionen Dollar wurde 54 Tage im Spätwinter und Frühling überwiegend in Acadiana. Sayles wollte einen größtmöglichen Kontrast zu der New Yorkerin May-Alice und hatte sich deshalb für diese durch Cajun-Kultur geprägte als Handlungsort entschieden. Sayles übernahm die drei Funktionen des Drehbuchautors, Filmregisseurs und auch den Filmschnitt.[1]

Der Film feierte am 9. Dezember 1992 Premiere in Kinos in Los Angeles, damit Passion Fish für die Oscars qualifiziert sein könnte.[1]

Rezension

Die Kritiken für Passion Fish waren überwiegend positiv.[1]

Für Roger Ebert stand im Mittelpunkt des Films die Beziehung der beiden willensstarken Frauen und das delikate Machtgleichgewicht zwischen der gesunden und unbehinderten Angestellten und der behinderten Arbeitgeberin, die aber über das Geld bestimme. Dies führe zu einem stetigen Machtkampf. Das Thema sei eine Minenfeld an Klischees und verlange fast als Krankheit-der-Woche-Dokudrama behandelt zu werden. John Sayles, der wie bei Matewan, Acht Mann und ein Skandal und Stadt der Hoffnung, wieder das Drehbuch verfasste, sei es aber gelungen seine dreidimensionalsten Personen zu schaffen. Nebenfiguren wie Onkel Max offenbarten ihre Lebensgeschichte in wenigen Sätzen. May-Alice sei verwöhnt und gewöhnt ihren Willen zu kriegen, Chantelle sei zwar verzweifelt auf die Arbeit angewiesen, aus vielen Gründen, die nicht alle gleich offensichtlich sind, aber sie hält deren Verhalten für nicht vertretbar. Sie erkenne, dass May-Alice weniger Wein und weniger Verhätschelung brauche. May-Alice erkenne im Laufe des Films, dass sie von Chantelle vor allem Widerworte brauche. Der Film habe Elemente von Miss Daisy und ihr Chauffeur, aber Sayles schaffe seinen eigenen Film und mit dem Widerstreit der Willen habe er zwei der interessantesten Persönlichkeiten des Jahres geschaffen.[2]

Für Variety war der Film eine irgendwie nachdenkliche, überlange Charakterstudie zweier Frauen, die ihre schützenden Panzer verlassen. Sayles wäre gut beraten gewesen, die an sich kleinformatigere Geschichte auf unter zwei Stunden zusammenzuschneiden.[3]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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