Pastel de Nata

portugiesische Blätterteigtörtchen mit Pudding From Wikipedia, the free encyclopedia

Pastel de Nata [pɐʃˈtɛɫ dɯ ˈnatɐ] (Plural: Pastéis de Nata) oder Pastel de Belém [pɐʃˈtɛɫ dɯ bɯˈlɐ̃ĩ] (Plural: Pastéis de Belém) ist ein Blätterteigtörtchen mit Konditorcreme, das vermutlich bereits vor dem 18. Jahrhundert von den Mönchen des Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymus-Kloster) in Belém, heute ein Stadtteil Lissabons, hergestellt wurde.

Pastéis de nata

Der Name pastel de nata lässt sich als „Blätterteiggebäck mit Cremefüllung“ übersetzen.

Beschreibung

Pastéis de nata

Die Törtchen bestehen aus Blätterteig, der mit einer Creme aus Eigelb, Zucker, Sahne („Nata“) und Mehl gefüllt wird. Die gebackenen Pastéis werden in Portugal meist mit Zimt oder Puderzucker bestreut verzehrt.[1]

Geschichte

1834 wurde das Kloster geschlossen und die Mönche verkauften ihr Rezept an eine Zuckerraffinerie. Seit 1837 werden die Pastéis de Nata von der Pastelaria (Konditorei) Casa Pastéis de Belém unter dem Namen Pastéis de Belém hergestellt und vertrieben. Das Pastel gilt heute auch international als bekanntester Vertreter der traditionellen portugiesischen Süßspeisen der Doçaria Conventual.

Bedeutung in Macau

In Macau repräsentiert es die makanesische Küche; 1989 eröffnete der Brite Andrew Stow mit seiner Frau Margaret Wong die Lord Stow’s Bakery in Coloane und schuf eine Variante mit karamellisierter Oberfläche und englischem Custard, die 1999 an KFC verkauft und als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.[2][3]

Bedeutung in Hongkong

In Hongkong entwickelte es sich zu einem beliebten Streetfood in Cha Chaan Teng (Teerestaurants) seit den 1940er Jahren, mit knusprigerem Teig und cremigerer Füllung als Macau-Variante; es steht für Nostalgie, Globalisierung und koloniale Vermischung.[4]

Commons: Pastéis de nata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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