Patrick Illinger
deutscher Wissenschaftsjournalist
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Leben
Patrick Illinger studierte Physik und Theaterwissenschaft in München. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter der Ludwig-Maximilians-Universität München am Europäischen Forschungszentrum CERN bei Genf. Dort promovierte er 1994 über Antimaterie.[1][3][4]
Illinger absolvierte beim Bayerischen Rundfunk ein Hörfunk- und Fernsehvolontariat. Dort drehte er unter anderem einen Dokumentarfilm über den Bosnien-Krieg. Anschließend arbeitete er zwei Jahre als Redakteur für Forschung und Technik beim Magazin Focus.[5] Zudem war er unter anderem auch für die Die Zeit und die Berliner Zeitung als Wissenschaftsjournalist tätig.[3]
Seit 1997 arbeitet Illinger für die Süddeutsche Zeitung und war dort zunächst für Computer- und Technikthemen zuständig. Von 1999 bis 2001 baute er als Chefredakteur den Online-Auftritt der Zeitung auf. Von 2002 bis 2020 leitete er das Ressort „Wissen“.[5] Zudem leitete er von 2004 bis 2008 die Redaktion des Wissens-Magazins SZ Wissen der Zeitung.[6][7]
2007 erhielt er den Werner und Inge Grüter-Preis für Wissenschaftsvermittlung.[1]
2019 wurde er als Mitverfasser der im SZ-Magazin erschienenen Reportage „Wunschdenken“ mit dem deutschen Reporterpreis ausgezeichnet.[8] Im April 2021 erhielt er zusammen mit Patrick Bauer und Till Krause den Goethe-Medienpreis.[9]
Illinger war viele Jahre Mitglied des Stiftungsrats der Münchener Rück Stiftung[10] und Mitglied der Text-Jury des Journalistenpreises Punkt.[11] Er war auch Mitglied der Kuratorien der Max-Planck-Institute für Neurobiologie, Biochemie und Physik sowie des Wissenschaftlichen Beirates des Bremer Forschungszentrums RCOM.[1] Derzeit ist Patrick Illinger Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Museums in München.
Er moderierte verschiedene wissenschaftspolitische Veranstaltungen, unter anderem den Leopoldina-Workshop 2012 zur Nachhaltigkeit in der Wissenschaft (Teilnehmer u. a. Klaus Töpfer und Hans-Joachim Schellnhuber)[12][13], das Leopoldina-Gespräch zur prädiktiven genetischen Diagnostik (Teilnehmer u. a. Peter Propping), die Gesprächsreihe Dialogforen der Münchener Rück Stiftung[14] oder die Podiumsdiskussion der ERES-Stiftung 2006 zum Klimawandel (Teilnehmer u. a. Stefan Rahmstorf).[15]
Im März 2020 erschien von Patrick Illinger der Thriller „QUANTUM – Tödliche Materie“ im dtv-Verlag. Im Januar 2023 veröffentlichte der Piper Verlag seinen Thriller "Cortex".[16]
Im September 2023 wechselte Illinger von München auf den Posten des SZ-Korrespondenten in Madrid.[17]
Schriften (Auswahl)
Buchbeiträge
- „QANTUM Tödliche Materie“, Thriller, dtv, 2020, ISBN 978-3-423-26260-6
- Recherche im Wissenschaftsbetrieb. In: Winfried Göpfert (Hrsg.): Wissenschafts-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Springer-Verlag, 2006, ISBN 978-3-658-01766-8.
- Der Wissenschaftsredakteur im Medienbetrieb. In: Winfried Göpfert (Hrsg.): Wissenschafts-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Springer-Verlag, 2006, ISBN 978-3-658-01766-8.
- "Cortex", Thriller, Piper Verlag, München 2023. 496 Seiten
Zeitungsbeiträge
- Die Energie-Lüge Leitartikel in der Süddeutschen Zeitung, 3. April 2011
- Noch ist die Welt zu retten. Kommentar in: Süddeutsche.de, 27. September 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013.
- Debatte um Klonen: Die Laborgötter. Kommentar in: Süddeutsche.de, 18. Mai 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013.
- Klimaskeptiker-Konferenz: Bericht aus dem Zentrum des Zweifels. In: Süddeutsche.de, 1. Dezember 2011, abgerufen am 2. Oktober 2013.
- Etikette statt Ehrlichkeit. Informationspolitik nach dem Atomunglück in Fukushima. In: Deutschlandradio Kultur, 16. April 2011, abgerufen am 2. Oktober 2013.