Patzenthal

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Patzenthal ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Stronsdorf im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Die Ortschaft umfasst 121 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Patzenthal (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Patzenthal
Patzenthal (Österreich)
Patzenthal (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Stronsdorf
Koordinaten 48° 37′ 15″ N, 16° 16′ 1″ Of1
Höhe 227 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 121 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 5,21 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05120
Katastralgemeindenummer 13033
Bild
Das Ortszentrum mit der Kapelle
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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121

Geografie

Der südwestlich von Patzmannsdorf gelegene Ort ist über die Landesstraße L3073 erreichbar. Der Patzenthaler Graben entwässert das Dorf zum Mottschüttelbach hin, einen Vorfluter der Pulkau. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 93 Adressen.[3]

Geschichte

Die Gründung des Ortes erfolgte im Jahr 1120. Anfangs gehörte das Dorf zur Pfarre Eggendorf im Thale und wurde 1760 zur Pfarre Patzmannsdorf umgepfarrt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 55 Häusern genannt, das nach Patzmannsdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Asparn an der Zaya besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Asparn an der Zaya, Staatz, Loosdorf, Kadolz und Stronsdorf sowie den Pfarren Säusenstein und Stammersdorf.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Patzenthal ein Bäcker, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändlerinnen und ein Schmied ansässig.[5]

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurden mit 1. Jänner 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Patzmannsdorf und Patzenthal nach Stronsdorf eingemeindet.[2]

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 2: N–Z. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 56 (Ausgabe 1770; Pätzenthal in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 5. Band: Neusiedl bis Rohrendorf. Sollinger, Wien 1835, S. 72 (PatzenthalInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 29, Sektion Ober Hollabrunn, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,5 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 237.
Commons: Patzenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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