Paul Ferguson
englischer Rockmusiker und Schlagzeuger
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Paul Ferguson (* 31. März 1958 als Matthew Paul Ferguson in London, England) ist ein englischer Rockmusiker und Schlagzeuger. Er arbeitet auch unter dem Pseudonym Big Paul Feguson und BPF. Ferguson ist vor allem als Mitglied der Post-Punk und Industrial Band Killing Joke bekannt.

Karriere
Fergusons musikalische Laufbahn begann in der Schulband der Combined Cadet Force als Schlagzeuger, bis er wegen seines Protestes gegen den Vietnamkrieg von der Band ausgeschlossen wurde.[1] 1978 wurde er zunächst Schlagzeuger bei Mataya Clifford und dessen Matt Stagger Band. Ein Jahr später traf er auf Jaz Coleman, mit dem er in London die Band Killing Joke gründete.[2] Von 1979 bis 1987 war er Schlagzeuger der Band und prägte ihren Sound mit seinem kraftvollen, stark rhythmischen und treibenden Schlagzeugstil.
Das letzte Album, das Ferguson mit Killing Joke aufnahm, war Brighter than a Thousand Suns (1986).[3] Während der Arbeiten an dem Studioalbum Outside the Gate kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit Coleman über die musikalische Ausrichtung der Band. In der Folge verließen der Bassist Paul Raven und Ferguson[4] vor der Aufnahme zu dem Album die Band.
Nach seinem Ausstieg bei Killing Joke arbeitete Ferguson mit den Bands Warrior Soul (1987–1990), Murder, Inc. (1991–1992) und Crush (1992–1993) zusammen. Das Projekt Crush war die Zusammenarbeit mit John Valentine Carruthers, dem ehemaligen Gitarristen der Band Siouxsie and the Banshees.
Rückkehr zu Killing Joke
Im Jahr 2008 kehrte Ferguson zu Killing Joke zurück. 2010 wirkte er an dem Album Absolute Dissent mit, seiner ersten Studioaufnahme mit der Band seit 23 Jahren. Auch auf den Alben MMXII (2012) und Pylon (2015) ist er als Schlagzeuger zu hören und nahm an den jeweiligen Tourneen teil.
Spätere Arbeiten / Soloalbum / Light of Eternity
2015 gründete Ferguson eine Schmucklinie unter dem Namen Boneyard.[5] 2021 veröffentlichte er unter dem Namen Big Paul Ferguson (BMF) das Album Vitual Control, 2022 das Album Remote Viewing. Die Aufnahmen entstanden gemeinsam mit dem Gitarristen Mark Gemini Thwaite (MGT). Im selben Jahr spielte Ferguson Schlagzeug auf dem Album Gemini Nyte der Band MGT. Im April 2025 veröffentlichten Ferguson und Thwaite unter dem Namen Sevendials das Album A Crash Course In Catastrophe.
Seit Mitte 2025 arbeitet Ferguson mit der Band Light of Eternity (LOE), mit der er das Album Virtual Collateral und drei EPs veröffentlichte.
Diskografie
Mit Killing Joke
- Killing Joke (Malicius Damage, 1980)
- What's THIS For...! (Malicius Damage, 1981)
- Ha (EG, 1982)
- Revelations (Malicius Damage, 1982)
- Fire Dances (EG, 1983)
- Night Time (EG, Polydor, 1985)
- Brighter than a Thousand Suns (EG, 1986)
- Absolute Dissent (Svart Records, 2010)
- MMXII (Spinefarm Records, 2012)
- Pylon (Spinefarm Records, 2015)
Als Big Paul Ferguson (BPF)
- Virtual Control (Cleopatra, 2021)
- Remote Viewing (EP, Cleopatra, 2022)
Mit anderen Bands
- Pink Parts – Pink Parts (Digital, Bandcamp, 1981)
- Last Decade Dead Century – Warrior Soul – (DGC, 1990)
- Murder, Inc. – Murder, Inc. (Devotion Records, 1991)
- Corpuscle EP – Murder, Inc. (Devotion Records, 1991)
- Crush – Crush (East West Records, 1993)
- Gemini Nyte – MGT (Cleopatra, 2016)
- A Crash Course In Catastrophe – Sevendials (Creation Youth, 2025)
Mit Light of Eternity (LOE)
- Collateral (Cadiz 302, 2025)
- Distraction (EP, 2025)
- Aftershock (EP, 2025)
- Edge Of Fate (EP, 2025)
Weblinks
- Paul Ferguson bei AllMusic (englisch)
- – Killing Joke, Homepage (englisch)
- – Light of Eternity, Homepage (englisch)
- Paul Ferguson bei IMDb