Paul Preußer

NSDAP-Mitglied From Wikipedia, the free encyclopedia

Paul Preußer (* 26. Juli 1893 in Gosenbach; † 25. Dezember 1942 bei einem Autounfall) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP) im Gau Westfalen-Süd.

Leben

Paul Preußer war ein Sohn des Bäckermeisters Emil Preußer, absolvierte nach dem Besuch des Gymnasiums Betzdorf eine Ausbildung zum Kaufmann bei einer Siegener Firma und erhielt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Anstellung als Kaufmann in Hagen. Er musste Kriegsdienst leisten und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Frontkämpferehrenkreuz ausgezeichnet. Nach Kriegsende kam er wieder in seinen erlernten Beruf zurück und war Kaufmann im Siegener Stadtteil Weidenau. Er engagierte sich politisch und war Mitglied im Völkisch-sozialen Block und gehörte der „NS-Freiheitsbewegung“ an, die 1925 geschlossen in die neu gegründete NSDAP ging.

Am 1. Juli 1925 gründete Preußer die NSDAP-Ortsgruppe Weidenau, wo er Ortsgruppenleiter wurde, der Partei trat er offiziell zum 15. Oktober 1925 bei (Mitgliedsnummer 28.626).[1] Ab dem 15. Juni 1927 leitete er den NSDAP-Bezirk Siegerland-Wittgenstein-Olpe und kam 1930 in den Kreisausschuss und Kreistag des Kreises Siegen. Als NSDAP-Kreisleiter des Kreises Siegen war er vom 15. Dezember 1932 bis Mai 1936 im Amt. In dieser Funktion hatte er einen Sitz im Westfälischen Provinziallandtag und war stellvertretendes Mitglied im Provinzialausschuss. Im Amt Weidenau war er ehrenamtlicher Amtsbeigeordneter ab dem 28. April 1933 und wurde am 9. August 1938 hauptamtlicher Gemeindevorsteher (Bürgermeister) in Weidenau. Dieses Amt gab er Ende 1937 auf, denn er war zwischenzeitlich am 14. Mai 1936 zum NSDAP-Kreisleiter in Siegen-Land ernannt worden. Am 15. Januar 1940 schied er aus dem Amt, das er vom 1. September 1939 nur noch nebenamtlich geführt hatte. Anschließend war er Kreisleiter „zur besonderen Verwendung“, Kreisamtsleiter für Kommunalpolitik und für Volkstumspflege. Hinzu kam seine Tätigkeit als Betriebsführer der Vereinigten Siegener Lichtspieltheater.

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 263f. (Digitalisat)

Einzelnachweise

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