Pekela

Gemeinde in der Provinz Groningen im Nordosten der Niederlande From Wikipedia, the free encyclopedia

Pekela (anhören/?) ist eine Gemeinde in der Provinz Groningen im Nordosten der Niederlande. In der Gemeinde leben 12.565 Einwohner (Stand: 1. Januar 2026) auf 50,2 km².

Schnelle Fakten
Gemeinde Pekela
Flagge der Gemeinde Pekela
Flagge
Wappen der Gemeinde Pekela
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Groningen
Bürgermeister Jaap Kuin (PvdA)[1]
Sitz der Gemeinde Oude Pekela
Fläche
 – Land
 – Wasser
50,2 km²
49,04 km²
1,16 km²
CBS-Code 0765
Einwohner 12.565 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 250 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 5′ N,  59′ O
Bedeutender Verkehrsweg N366 N367
Vorwahl 0597, 0599
Postleitzahlen 9663, 9665
Website pekela.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Schließen

Geschichte

Die Geschichte von Pekela beginnt Ende des 15. Jahrhunderts, als die Stadt Groningen zur Sicherung ihrer Macht in den Ommelanden am Ufer des Flusses Pekel (Pekel A, auch Pekel-Aa geschrieben) eine Burg errichten ließ, die Pekelborg (um 1480, frühestens 1478).[3] 1599 erwarben fünf friesische und holländische Familien Fehnflächen entlang des Flusses Pekel, unweit der Burg, und begannen, eine Fehnkolonie anzulegen, die sie Pekela nannten.[4] Die Neusiedler und von ihnen angestellte Tagelöhner vertieften die Pekel und zogen Gräben, um das Moor trocken zu legen. Sie stachen Torf, der als Brennstoff nach Emden und bis nach Bremen und Hamburg verkauft wurde.[5] Im Sommer waren bis zu 500 Arbeiter damit beschäftigt. Durch den Torfabbau gewannen sie zugleich Weideflächen für die Viehzucht; etwas Ackerbau, anfangs nur auf kleinen Äckern mit noch geringem Ertrag, kam hinzu. Pekela war die erste Fehnkolonie im Nordosten der Niederlande. Nachdem sich die Siedlung konsolidiert hatte, wurde sie vor allem in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entlang der Pekel nach Südwesten hin erweitert.

Anfang des 18. Jahrhunderts war die Siedlerzahl so gewachsen, dass 1704 und 1706 zwei Kirchen gebaut wurden: eine reformierte und eine lutherische.[6] Die beiden Enden der langgezogenen Fehnkolonie waren Beneden Pekela (= Unter-Pekela, heute Oude Pekela = Alt-Pekela) im Nordosten und Boven Pekela (= Ober-Pekela, heute Nieuwe Pekela = Neu-Pekela) im Südwesten.[7]

Während der kurzlebigen Herrschaft von Louis Bonaparte als König von Holland wurde die Gemeinde auch administrativ in Oude Pekela und Nieuwe Pekela geteilt. 1990 wurden die beiden Teile wieder zur Gemeinde Pekela vereinigt.

Bis ins 20. Jahrhundert war Pekela wegen der Strohpappe-Herstellung bekannt. Weil die Arbeitsumstände schlecht waren, gab es viele Sympathien für den Kommunismus. Hinzu kommt, dass die Kommunistische Partei der Niederlande (CPN) im Osten der Provinz Groningen eine große Anhängerschaft besaß.

Politik

Sitzverteilung im Gemeinderat

Kommunalwahl am 16. März 2022[8]
Wahlbeteiligung: 43,64 %
 %
30
20
10
0
22,41
17,26
15,85
15,73
12,13
10,33
6,28
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
+5,71
−10,43
+3,21
+0,82
+1,80
+3,67
−0,11
−4,68
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Samen Voor Pekela
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Gemeinderat wird seit der Gemeindegründung folgendermaßen gebildet:

Weitere Informationen Partei, Sitze ...
ParteiSitze[8]
198919941998200220062010201420182022
Samen Voor Pekela4333
SP33443
PVV22
PvdA866673222
CDA322321222
GroenLinks344312112
VVD122212111
ChristenUnie11010
Verenigde Communistische Partij1
RPF011
Gesamt151515151515151515
Schließen
Sitzverteilung im Gemeinderat von Pekela 2022
3
2
2
3
1
2
2
3 2 2 3 1 2 2 
Insgesamt 15 Sitze

Bürgermeister

Seit dem 1. November 2015 ist Jaap Kuin (PvdA) zunächst als kommissarischer, seit dem 1. Juni 2021 als offizieller Bürgermeister der Gemeinde im Amt.[9][1] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Hennie Hemmes (SP), Jaap van Mannekes (Samen Voor Pekela), Henk Busemann (PvdA) sowie der Gemeindesekretär Jan van der Woude.[10]

Partnergemeinden

Pekela ist 2004 eine Partnerschaft mit der niedersächsischen Gemeinde Großefehn eingegangen.[11]

Literatur

  • Tjakko Borgesius: Geschiedenis van de gemeenten Oude en Nieuwe Pekela. J.B. Wolters, Groningen 1877.
  • L.W. Kanning: Historische gebeurtenissen die zich afspeelden in Nieuwe Pekela en wetenswaardigheden over de bewoners samengesteld uit krantenberichten in een periode van 100 jaar, 1850–1950, zwei Bände. Etten-Leur 2017.
Commons: Pekela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI