Per Strömberg

schwedischer Wirtschaftswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Per Johan Strömberg (* 14. März 1968 in Lidingö) ist ein schwedischer Wirtschaftswissenschaftler.

Werdegang , Forschung und Lehre

Strömberg wurde während seines Militärdienstes bis 1989 an der Försvarets tolkskola als Übersetzer ausgebildet, anschließend studierte er Wirtschaftswissenschaft an der Handelshochschule Stockholm, an der er im Mai 1991 als Civilekonom graduierte. Er wechselte in die Vereinigten Staaten, wo er an der Carnegie Mellon University 1994 ein Masterabschluss machte und im Dezember 1997 sein Ph.D.-Studium abschloss.

Ab 1997 gehörte Strömberg als Instructor zum akademischen Personal der University of Chicago Booth School of Business, wo er im Folgejahr zum Assistant Professor aufstieg. Ab 2001 war er Associate Professor an der Hochschule, ehe er 2008 als ordentlicher Professor an die Handelshochschule Stockholm berufen wurde. Parallel behielt er seinen Lehrauftrag an der Booth School of Business. 2010 übernahm er in Stockholm den zum 100. Geburtstag der Hochschule eingerichteten SSE-Jubiläumslehrstuhl für Finanzen und Private Equity, anschließend übernahm er die Ragnar-und-Torsten-Söderberg-Professur für Wirtschaftswissenschaft.

Strömbergs Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere in den Bereichen Corporate Finance und Unternehmensfinanzierung, vor allem auch im Hinblick auf Private-Equity-Finanzierungen, sowie Auswirkungen von Unternehmensinsolvenzen. Während seiner Zeit an der Chicago Booth School of Business hat er hierzu intensiv mit Steven N. Kaplan geforscht und publiziert, später arbeitete er oftmals mit seinem Landsmann Ulf Axelson zusammen. Gemeinsam mit Michael S. Weisbach erhielten die beiden 2009 den ersten Preis bei der Vergabe der Brattle Group Prizes, 2001 hatte Strömberg diesen bereits alleine gewonnen.

Strömberg wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 2013 die Assar-Lindbeck-Medaille. Seit 2012 ist er Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften sowie der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften. 2011 wurde er ins Komitee für die Auswahl der Preisträger des Alfred-Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften aufgenommen. 2016 übernahm er dort den Vorsitz von Tore Ellingsen.

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