Persona 5
Computerspiel aus dem Jahr 2016
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Persona 5 ist ein Rollenspiel des japanischen Entwicklerstudios Atlus. Es erschien am 15. September 2016 für die PlayStation 3 und PlayStation 4. Es ist der fünfte Teil der Persona-Reihe, welche ein Spin-off der Shin-Megami-Tensei-Serie ist. Mit Persona 5 Royal erschien 2020 eine überarbeitete Version für PlayStation 4 und im Oktober 2022 auch für Nintendo Switch, PlayStation 5, Windows, Xbox One und Xbox Series X.
| Persona 5 / Persona 5 Royal | |||
| Originaltitel | ペルソナ5 | ||
|---|---|---|---|
| Zählt zur Reihe Persona | |||
| Entwickler | Atlus | ||
| Publisher | Atlus, Deep Silver | ||
| Komponist | Shōji Meguro | ||
| Veröffentlichung | 4. April 2017 Persona 5 Royal PlayStation 4: 31. März 2020 Switch, PlayStation 5, Windows, Xbox One, Xbox Series: 21. Oktober 2022 | ||
| Plattform | Persona 5 PlayStation 3, PlayStation 4 Persona 5 Royal PlayStation 4, Nintendo Switch, PlayStation 5, Windows, Xbox One, Xbox Series X | ||
| Spielmodus | Einzelspieler | ||
| Medium | Blu-ray Disc, Download | ||
| Altersfreigabe |
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| PEGI-Inhaltsbewertung | Gewalt, Schimpfwörter, Glücksspiel | ||
Handlung
Die Handlung beginnt direkt in medias res, mit dem Einbruch in ein Casino. Die Täter, die sich die Phantomdiebe nennen, versuchen vom Tatort zu fliehen; allen bis auf ihren Anführer Joker gelingt die Flucht.
Joker wird von der Polizei in Gewahrsam genommen und gefoltert und unter Drogen gesetzt (wodurch er sich im Laufe der Erzählung als unzuverlässiger Erzähler entpuppt). Anschließend wird er in den Verhörraum gebracht und durch die Staatsanwältin Sae Nijima verhört. Der Hauptteil der Handlung wird daraufhin in Form von Rückblenden erzählt, beginnend mit Joker Ankunft in Tokio, wo er aufgrund einer Bewährungsstrafe wegen einer Anzeige wegen Körperverletzung auf eine neue Schule wechseln musste.
Kurz nach seiner Ankunft in Tokio findet sich Joker im Velvet Room wieder, einem Ort "zwischen Traum und Realität", dessen ständiger Bewohner Igor (einer wiederkehrenden Figur der "Persona"-Reihe) ihn mit seiner "Rehabilitation" beauftragt. Dazu soll Joker seine plötzlich erworbene Fähigkeit, Personas zu befehligen, nutzen. Er tritt ins "Meta-Universum" ein, einer kognitiven Version der Realität, die mit der Wirklichen Welt größtenteils übereinstimmt, jedoch eine auf der Wahrnehmung der Menschen basierende Wirklichkeit ist. An Orten, an denen besonders korrupte Menschen mit viel Macht die Wahrnehmung verzerren, stehen anstelle der üblichen Gebäude Paläste, in denen die Schatten dieser Menschen herrschen.
Zusammen mit seinen neuen Klassenkameraden, dem hitzköpfigen Ryuji, dem Freizeitmodel Ann, sowie Morgana, einem Katzenwesen, das als Profi-Einbrecher im Meta-Universum unterwegs ist, gelingt es Joker, Schatten-Kamoshida, dem dunklen Part ihres Sportlehrers, zu besiegen und dessen "Herz" zu stehlen. Dieses nimmt im Meta-Universum erst die Form eines Schatzes an, der nach Überweisung in die reale Welt die Form eines Gegenstandes nimmt, die die Ursache des Begehrens der jeweiligen Person (und somit für deren schlechtes Handeln) verantwortlich ist. In Kamoshidas Fall ist dies die Goldmedaille, die den Höhepunkt seiner Sportlerkarriere symbolisiert. Der Diebstahl führt beim wahren Kamoshida dazu, dass er einen Sinneswandel hat und sich der Misshandlung und sexuellen Nötigung seiner Schüler und Schülerinnen schuldig bekennt. Bei dem Essen zur Feier des Erfolgs beschließen die vier, fortan als "Phantomdiebe" gegen Ungerechtigkeit in der Welt zu kämpfen, indem sie die Herzen von Menschen stehlen, und so weitere Sinneswandel herbeiführen.
Im Verlauf der Geschichte stehlen die Phantomdiebe die Herzen von Kriminellen und ausbeuterischen CEOs. Dabei werden sie im Internet zu Helden, geraten aber auch ins Visier eines Auftragsmörders sowie von Fahndern, unter anderem von Goro Akechi, einem jugendlichen prominenten Privatdetektiv, der Sae bei ihren Ermittlungen unterstützt. Es gelingt ihm schließlich, die Bande zu enttarnen, jedoch schlägt er einen Deal vor: Er begleitet die Phantomdiebe bei einem ihrer Einbrüche in die Metawelt, wo das Ziel diesmal Sae selbst ist.
Saes Palast nimmt die Form eines Spielkasinos an, da sie den Glauben an die Justiz insgeheim verloren hat und das Gerichtsgebäude mit einem Kasino vergleicht, in dem Glück eine größere Rolle spielt als Gerechtigkeit. Nachdem die Bande Schatten-Sae besiegt haben, ist die Geschichte am Anfangspunkt der Erzählung angekommen.
Nachdem das Verhör zu Ende ist und Sae den Verhörraum verlassen hat, geht Akechi, der sich als der geheimnisvolle Killer entpuppt, hinein und tötet Joker. Dabei handelt es sich in Wirklichkeit jedoch nur um einen Doppelgänger Jokers aus dem Meta-Universum, der mit den anderen Phantomdieben längst Akechi durchschaut hatte und den Überfall aufs Kasino fingiert hatte, um Akechi eine Falle zu stellen. Zusammen machen sie sich nun auf, in den Palast von Akechis Auftraggeber einzubrechen und dessen Herz zu stehlen, um ein Geständnis herbeizuführen. Schließlich finden die Phantomdiebe die wahre Natur des Metauniversums heraus. Es kommt schließlich zum finalen Kampf mit einer alten Gottheit, die sie mit vereinten Kräften besiegen können.
Die "Royal"-Version des Spiels bietet bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ein erweitertes Ende, bei dem der finale Palast freigeschaltet wird. Dabei spielen zwei (für diese Version des Spiels geschaffene) Figuren, der Schulpsychologe Dr. Maruki und die Sportgymnastin Yoshizawa, eine tragende Rolle. Auch Akechi, der nun die Seiten gewechselt hat, schließt sich den Phantomdieben für einen letzten Coup an.
Spielprinzip
Das Gameplay spaltet sich in drei große Parts: Den größten Anteil haben die rundenbasierten Kämpfe, die in den düsteren und abwechslungsreichen Gedanken-Parallelwelten der Verbrecher sowie dem prozedual generierten Mementos stattfinden. Dort tritt man zahlreichen Schattenwesen gegenüber, löst kleinere Rätsel und trifft irgendwann auf den König des Palasts – also auf die Schattenversion des Täters selbst. Außerhalb der Dungeons spielen soziale Interaktionen zwischen den Haupt- und Nebencharakteren eine große Rolle, die in der Regel in und nach der Schule gepflegt werden wollen. Im sagenumwobenen Velvet Room, in dem man seine Personas und Fähigkeiten optimiert und somit einen Großteil des Rollenspielteils verbringt, investiert man ebenfalls viel Zeit.[1]
Die Spielzeit schreitet nach einem Kalender in der Spielwelt voran, bei dem täglich bis zu zwei Handlungen ausgeführt werden können (z. B. für die Schule lernen oder ins Meta-Universum reisen). Dabei stehen nicht alle Tage zur Verfügung; einige laufen automatisch ab oder erlauben nur bestimmte Handlungen. Da die Zeit begrenzt ist, ist eine der Herausforderungen des Spiels, mit möglichst vielen NPCs Zeit zu verbringen und die Beziehung zu diesen zu vertiefen. Je besser diese Beziehungen sind, desto mehr Boni schaltet der Spieler für seine Ausflüge in die Paläste und den Velvet Room frei, wo er Personas sammeln und diese auch zu neuen, stärkeren Personas fusionieren kann.
Synchronisation
| Rolle | Japanische Sprecher | Englische Sprecher |
|---|---|---|
| Protagonist (Joker) | Jun Fukuyama | Xander Mobus |
| Ryuji Sakamoto | Mamoru Miyano | Max Mittelman |
| Ann Takamaki | Nana Mizuki | Erika Harlacher |
| Morgana | Ikue Ōtani | Cassandra Lee Morris |
| Yusuke Kitagawa | Tomokazu Sugita | Matthew Mercer |
| Makoto Niijima | Rina Sato | Cherami Leigh |
| Futaba Sakura | Aoi Yuuki | Erica Lindbeck |
| Haru Okumura | Haruka Tomatsu | Xanthe Huynh |
| Goro Akechi | Soichiro Hoshi | Robbie Daymond |
| Kasumi Yoshizawa | Sora Amamiya | Laura Post |
| Sojiro Sakura | Jouji Nakata | Jamieson Price |
Rezeption
Das Spiel ist das sich am besten verkaufte Spiel der Persona-Reihe. In der ersten Woche verkaufte sich das Spiel 264.793 Mal auf der PS4 und 72.974 Mal auf der PS3.[2] Insgesamt erhielt das Spiel auf OpenCritic eine Wertung von 94 von 100.[3]
Im Dezember 2023 verkündete ATLUS auf X, dass sich Persona 5 und dessen Ableger insgesamt 10 Millionen Mal verkauft haben.[4]


