Peter Clarenbach
deutscher Neurologe
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Peter Adolf Clarenbach (* 16. März 1946 in Karlsruhe) ist ein deutscher Neurologe. Er war Professor an der Neurologischen Universitätsklinik Bonn und von 1989 bis 2011 Chefarzt der Neurologischen Klinik des Johannesstifts bzw. des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (EvKB).
Leben
Peter Clarenbach wurde als erstes Kind des Diplomingenieurs Johannes Clarenbach (1914–2005) und seiner Frau Hildegard, geb. Himly (1924–2020), in Karlsruhe geboren und wuchs in Herrenalb im Schwarzwald auf. Sein Vater stammte aus Ronsdorf (heute zu Wuppertal) und arbeitete in der Maschinenfabrik Lorenz AG in Ettlingen.
Nach dem Abitur in Ettlingen 1966 absolvierte Clarenbach ein Werksemester am Evangelischen Studienwerk Villigst und studierte anschließend von 1966 bis 1971 Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Universität Zürich. Im Juli 1972 wurde er bei Hinrich Cramer in Freiburg mit einer Arbeit über Die Wirkung von Noradrenalin und chemischer Sympathektomie durch 6-Hydroxydopamin auf das Verhalten und das elektrographische Schlafmuster von Küken promoviert.[1]
Von 1973 bis 1974 war Clarenbach Assistent am Pharmakologischen Institut der Universität Freiburg bei Georg Hertting und anschließend bis 1982 Assistent an der Abteilung Klinische Neurologie und Neurophysiologie der Universität Freiburg bei Richard Jung. Dort habilitierte sich Clarenbach 1982 mit einer Studie über die Aktivität von Neuro- und Adenohypophyse im Schlaf bei pharmakogener Veränderung der zentralen Neurotransmission.[2]
Nach der Habilitation wechselte Clarenbach als Oberarzt an die Neurologischen Universitätsklinik Bonn und übernahm dort eine C3-Professur, die er bis Dezember 1988 innehatte. Von 1981 bis 2011 war er Chefarzt der Neurologischen Klinik des Johannesstifts bzw. des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (EvKB). Seit 2011 ist er Leiter des dortigen Schlaflabors.[2][3]
Zu seinen Schülern gehört der Neurowissenschaftler Manfred Spitzer.
Schriften
- Die Wirkung von Noradrenalin und chemischer Sympathektomie durch 6-Hydroxydopamin auf das Verhalten und das elektrographische Schlafmuster von Küken. (Freiburg (Breisgau), Univ., Diss., 1972).
- Aktivität von Neuro- und Adenohypophyse im Schlaf bei pharmakogener Veränderung der zentralen Neurotransmission. (Freiburg (Breisgau), Univ., Habil.-Schr., 1982).