Peter Diem

österreichischer Medienwissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Peter Diem (* 7. April 1937 in Wien) ist ein österreichischer Publizist, Medienwissenschaftler und Mitherausgeber des Austria-Forums.

Peter Diem im Jahre 2008

Leben

Peter Diem belegte ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien, das er mit dem Dr. iur. 1960 abschloss. Daneben studierte er noch Englisch (Akademischer Übersetzer 1958) und anschließend Politikwissenschaft an der Southern Illinois University, M.S. 1961. 1961/1962 leistete er den Militärdienst (Leutnant der Reserve in der Nachrichtentruppe) und absolvierte 1963 das Gerichtsjahr in Wien. Diem ist Mitglied der KÖStV Rudolfina Wien im Österreichischen Cartellverband.

Ab 1964 war er zunächst Bundes-Organisationsreferent und später Leiter der Abteilung Grundlagenforschung in der Bundesparteileitung der ÖVP.

1976 wurde Diem freiberuflich als Publizist tätig, 1977/78 als Buchmarktforscher und Übersetzer im Verlag Fritz Molden.

Ab Anfang 1979 beteiligte er sich am Aufbau der Abteilung Medienforschung des ORF. 1990 war die Einführung des elektronischen Zuseher-Messsystems Teletest. Drei Jahre lang blieb er Vorsitzender der Arbeitsgruppe der europäischen Rundfunkforscher Group of European Audience Researchers (GEAR). Er verfasste medienkundliche und auf Österreich bezogene Publikationen.

Nach der Pensionierung durch den ORF war er von 1999 bis 2012 Konsulent für Onlineforschung bei GfK Austria, vormals Fessel-GfK, und u. a. zuständig für den Aufbau der Onlineforschung in den GfK-Instituten in Mittel- und Osteuropa.

Zusammen mit Trautl Brandstaller und anderen setzte er sich über die überparteiliche Bürgerinitiative pro Austria für die Schaffung eines Hauses der Geschichte der Republik Österreich ein,[1][2] das als Haus der Geschichte Österreich am 11. November 2018 in der Neuen Burg der Hofburg in Wien eröffnet wurde.[3]

Zu Diems privaten Interessen zählen politische Symbole und Lexikografie.[4] Er ist Mitherausgeber des Austria-Forums, das von Universitätsprofessor Hermann Maurer als Hauptherausgeber geleitet wird,[5] sowie Herausgeber der plattform – HISTORIA des Plattform Martinek Verlag.[6]

2022 wurde das Lebenswerk des Politologen in fünf Bänden veröffentlicht. Es gliedert sich in die Einzelbände Politik, Religion, Österreichkunde, Meinungsforschung und Essays.[7]

Auszeichnungen

Werke

Einzelnachweise

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