Peter Keisler
US-amerikanischer Jurist und Regierungsbeamter
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Peter Douglas Keisler (* 13. Oktober 1960 in Hempstead, New York) ist ein US-amerikanischer Jurist, der unter anderem zwischen September und November 2007 kommissarischer United States Attorney General war.

Leben
Peter Douglas Keisler, Sohn von William Keisler und Sydelle Prisand Keisler, absolvierte nach dem Besuch der George W. Hewlett High School ein grundständiges Studium an der Yale University, das er 1981 mit einem Bachelor of Arts (BA) „magna cum laude“ beendete. Ein darauf folgendes Studium der Rechtswissenschaften an der Yale Law School, der juristischen Fakultät der Yale University, schloss er 1985 mit einem Juris Doctor (JD) ab. Während seines Studiums war er Praktikant am Center for Research on Institutions and Social Policy, Redakteur des Yale Law Journal und Mitglied des Komitee für verantwortungsvolle Jugendpolitik (Committee for Responsible Youth Politics). Daneben war er zwischen 1981 und 1982 Geschäftsführender Vizepräsident des Leadership Institute,[1] eine 1979 von dem konservativen Aktivisten Morton Blackwell[2] gegründete gemeinnützige Organisation mit Sitz in Arlington, die „politische Technologie“ lehrt. 1982 gehörte er zu den Gründern der Federalist Society,[3] eine 1982 gegründete Juristenvereinigung der konservativen und libertären Strömungen, die sich für eine textualistische und originalistische Auslegung der Verfassung der Vereinigten Staaten einsetzt, und war 1984 Praktikant in der Anwaltskanzlei Simpson Thacher & Bartlett.[4]

Nach Abschluss seines Studiums erhielt Keisler 1985 die Zulassung als Rechtsanwalt bei der Rechtsanwaltskammer von Pennsylvania und war zwischen 1985 und 1986 als juristischer Mitarbeiter von Robert Bork,[5] einem Richter am US-Berufungsgericht für den District of Columbia. Im Anschluss war er von 1986 bis 1988 als Mitarbeiter im Executive Office of the President of the United States und dort zuletzt vom 5. Juni 1987 bis zu seiner Ablösung durch Michael J. Astrue[6] am 15. Februar 1988 als Associate Counsel to the President beigeordneter Rechtsberater von Präsident Ronald Reagan.[7] Nachdem er 1988 juristischer Mitarbeiter des Richters am Obersten Gerichtshof Anthony Kennedy[8] war, fungierte er zwischen 1989 und 2992 als Partner der multinationalen Anwaltskanzlei Sidley Austin LLP, wobei er 1989 auch die Zulassung bei der Anwaltskammer des District of Columbia erhielt.
Als Nachfolger von Jay Stephens[9] wurde er am 7. Oktober 2002 kommissarischer Beigeordneter Generalstaatsanwalt der Vereinigten Staaten (Acting Associate Attorney General) und bekleidete damit bis zu seiner Ablösung durch Robert McCallum Jr.[10] am 28. März 2003 nach dem Attorney General und dem Deputy Attorney General die dritthöchste Position im US-Justizministerium.[11] Er wiederum übernahm am 1. Juli 2003 von Robert McCallum Jr. im Range eines Assistant Attorney General den Posten als Leiter der Zivilrechtsabteilung im Justizministerium und behielt diesen bis zum 18. September 2007, woraufhin Gregory G. Katsas[12] seine Nachfolge antrat. Nach dem Ende der Amtszeit von Alberto R. Gonzales[13] und einer eintägigen kommissarischen Amtszeit von Paul Clement (17. bis 18. September 2007)[14] fungierte er vom 18. September bis zum Amtsantritt von Michael Mukasey[15] am 9. November 2007 als kommissarischer Justizminister (Acting US Attorney General).[16] Er wurde mehrmals von Präsident George W. Bush für ein Richteramt an einem Bundesgericht nominiert, wobei alle Nominierungen erfolglos blieben.[17] Im Anschluss nahm er seine Tätigkeit als Partner der Anwaltskanzlei Sidley Austin LLP wieder auf, ehe er 2025 zur Anwaltskanzlei Washington Litigation Group wechselte, eine kleine, gemeinnützige Anwaltskanzlei, die sich auf die unentgeltliche Rechtsberatung von Einzelpersonen und Institutionen spezialisiert hat, die von der Trump-Regierung angezeigt oder beklagt wurden.[18]
Aus seiner Ehe mit Susan Keisler gingen die Kinder Sydelle, Alexander und Philip hervor.
Veröffentlichung
- Solidarity and dissent. Union member attitudes and the political process, District of Columbia, 1984
Weblinks
- Peter D. Keisler in der Notable Names Database (englisch)
- Peter Douglas Keisler. Prabook, abgerufen am 9. Dezember 2025 (englisch).