Peter Nagengast
deutscher Grafiker und Illustrator
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Leben und Werk
Nagengast studierte von 1956 bis 1959 an der Meisterschule für Grafik und Buchgewerbe in Berlin-Friedenau und arbeitete danach in Ost-Berlin als freischaffender Künstler, vor allem als Gebrauchsgrafiker. Bedeutung erlangte er als Buchillustrator und Plakatgestalter. Er arbeitete vor allem für die Verlage Neues Leben, Rütten & Loening, Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Aufbau-Verlag, Mitteldeutscher Verlag, Kinderbuchverlag, Buchklub 65 und Eulenspiegel-Verlag und illustrierte neben Werken von Klassikern auch solche von zeitgenössischen Autoren. 1984 wurde das von ihm illustrierte Buch Christoph Martin Wieland: Das Hexameron von Rosenhain (Aufbau-Verlag) im Wettbewerb Schönste Bücher der DDR geehrt.
Nagengast war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Er war verheiratet mit Lilo Nagengast. Ihr Sohn Robert Nagengast ist bildender Künstler.
Werke Nagengasts befinden sich u. a. im Winckelmann-Museum Stendal.
Ausstellungen (mutmaßlich unvollständig)
- 1967/1968 und 1987/1988: Berlin, VI. Deutsche Kunstausstellung und (postum) X. Kunstausstellung der DDR
- 1976: Berlin, Bezirkskunstausstellung
- 1979: Berlin, Ausstellungszentrum am Fernsehturm („Buchillustrationen in der DDR. 1949 – 1979“)
- postum 2025: Stendal, Winckelmann-Museum („Rückkehr aus Troja – Die Abenteuer des Odysseus. Zeichnungen von Peter Nagengast und Werke weiterer Künstler der Gegenwart“)[1]
Literatur
- Hellmut Rademacher: Gebrauchsgrafik in der DDR. Verlag der Kunst, Dresden, 1975, S. 340 und passim
- Nagengast, Peter. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 650