Peter Redgrove

britischer Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Peter William Redgrove (* 2. Januar 1932 in Kingston upon Thames, Surrey; † 16. Juni 2003 in Falmouth, Cornwall)[1] war ein britischer Schriftsteller.

Leben

Redgrove wurde als ältester Sohn eines Werbetexters in Kingston upon Thames geboren. Er besuchte die Taunton School in Somerset. Mit einem Stipendium studierte er anschließend Naturwissenschaften am Queens College in Cambridge. In Cambridge kam er in Kontakt mit jungen Schriftstellern, darunter Ted Hughes, und er gründete eine Literaturzeitschrift für Studenten namens Delta. Hier engagierte er sich auch im Schriftstellerzirkel The Group. 1954 verließ er die Universität ohne Abschluss und zog nach London, wo sich auf seine Initiative hin The Group neu gründete.[1][2]

In London verdiente Redgrove sein Geld als Werbetexter, während er weiter Gedichte schrieb.[1] Ab 1961 konzentrierte er sich stärker aufs Schreiben. Er ging an die University at Buffalo, wo er bis 1962 als Dozent für Englisch tätig war. Von 1962 bis 1965 konnte er sich als Gregory Fellow in Poetry an der Universität Leeds durch ein Stipendium gefördert seiner Kunst widmen. Anschließend hatte Redgrove eine Teilzeitstelle als Lehrer. 1966 wurde er Dozent an der Falmouth School of Arts, wo er bis 1983 unterrichtete. In den Jahren 1974 und 1975 war er zudem an der Colgate University in New York tätig.[2] In der Zeit von 1960 bis 1966 veröffentlichte Redgrove seine ersten vier Bücher. Aufgrund ihrer Sprachkraft erregten die Werke, die viel Interpretationsspielraum ließen, großes Aufsehen.[1]

Während seiner Zeit an der Falmouth School of Arts lebte Redgrove in Cornwall, wo er auch nach 1983 wohnen blieb. Redgrove war zweimal verheiratet. Mit seiner ersten Frau, der Bildhauerin Barbara Sherlock, hatte er drei Kinder, von denen eines bereits vor seinem Tod verstorben war. Die erste Ehe wurde 1969 geschieden. Seine zweite Frau, die Autorin Penelope Shuttle, die er 1969 kennengelernt hatte, heiratete er 1980. Sie hatten eine gemeinsame Tochter.[1] Redgrove und Shuttle arbeiteten wiederholt gemeinsam an literarischen Projekten.[2] Der Einfluss Shuttles auf Redgroves Werk war auch darüber hinaus groß.[1]

Redgroves Werk umfasste rund 50 Gedichtbände, sechs Romane, deutlich mehr als 20 Theaterstücke und auch Kurzgeschichten. Gegen Endes seines Lebens erkrankte er an Parkinson. Er starb im Juni 2003 im Alter von 71 Jahren.[3]

Werke (Auswahl)

Romane

  • In the country of the skin (1973)
  • The beekeepers (1980)

Lyrik

  • The first earthquake (1980)
  • Poems 1954–1987 (1989)
  • Collected poems (2012)

Studien

  • The wise wound (1978; mit Penelope Shuttle, dt.: Die weise Wunde Menstruation)

Auszeichnungen

Literatur

  • Neil Roberts: A lucid dreamer : the life of Peter Redgrove, London : Jonathan Cape, 2012, ISBN 978-0-224-09029-2

Einzelnachweise

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