Peter Wenk

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Peter Wenk (* 30. Juli 1924 in Brooklyn/New York; † 6. Oktober 2023 in Tübingen) war ein deutscher Zoologe und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Nach dem Schulbesuch in Friedrichshafen und Biberach an der Riß wurde Peter Wenk Soldat und nahm am Zweiten Weltkrieg teil. Ab 1946 studierte er Biologie und Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universität Basel. 1953 promovierte er an der Universität Tübingen bei Hermann Weber. Anschließend war er als Mitarbeiter bei dem Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche in Basel tätig. Frühzeitig beschäftigte sich Wenk mit der Parasitologie. 1958 begann er seine Tätigkeit an der Universität Tübingen, zunächst als wissenschaftlicher Assistent bei seinem Doktorvater Hermann Weber. Von 1959 bis 1989 war er am Tropenmedizinischen Institut in Tübingen tätig, ergänzt durch Forschungsaufenthalte in Afrika. Ab 1971 hatte Peter Wenk, der 1965 habilitiert worden war, eine Professor für medizinische Parasitologie inne. Unter seiner Leitung und mithilfe der dortigen Wissenschaftler mit ihren Forschungsprojekten konnte das Institut vor der Schließung bewahrt werden.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Der Kopf von Ctenocephalus canis (curt.). In: Zoologische Jahrbücher / Abteilung für Anatomie, Bd. 73 (1953), S. 104–165 (= Dissertation Universität Tübingen).
  • Über die Biologie blutsaugender Simuliiden. In: Zeitschrift für Morphologie und Ökologie der Tiere, Bd. 55 (1965), S. 656–670 u. S. 671–713 sowie in: Tropenmedizin und Parasitologie, Bd. 16 (1965), H. 2, S. 207–226 (= Teile der Habilitationsschrift an der Universität Tübingen).
  • Der Invasionsweg der metazyklischen Larven von Litomosoides carinii Chandler 1931 (Filariidae). In: Parasitology research, Bd. 28 (1967), H. 3, S. 240–263.
  • (Hrsg. u. Erg.): Hermann Weber / Die Elefantenlaus Haematomyzus elefantis Piaget 1869. Versuch einer konstruktionsmorphologischen Analyse (= Zoologica, Bd. 116). Schweizerbart, Stuttgart 1969.
  • (mit Wolfram Höfler): Tropenmedizin und Humanparasitologie in Tübingen. In: Attempto, Bd. 68 (1982), S. 16–18.
  • (mit Alfons Renz): Parasitologie. Biologie der Humanparasiten. Thieme, Stuttgart 2003 (Nachdruck 2008, ISBN 3-13-135461-5).

Außerdem weitere Aufsätze in Fachzeitschriften.

Einzelnachweise

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