Petersmark

Ortsteil der Gemeinde Goldbeck From Wikipedia, the free encyclopedia

Petersmark ist ein Ortsteil der Gemeinde Goldbeck im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.[3]

Schnelle Fakten Gemeinde Goldbeck ...
Petersmark
Gemeinde Goldbeck
Koordinaten: 52° 44′ N, 11° 49′ O
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 4,29 km²[1]
Einwohner: 60 (31. Dez. 2023)[2]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Postleitzahl: 39596
Vorwahl: 039388
Petersmark (Sachsen-Anhalt)
Petersmark (Sachsen-Anhalt)
Lage von Petersmark in Sachsen-Anhalt
Evangelische Dorfkirche Petersmark
Evangelische Dorfkirche Petersmark
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Geographie

Lage

Petersmark, ein Straßendorf mit Kirche,[1] liegt 4 Kilometer nordwestlich von Goldbeck und 7 Kilometer südöstlich von Osterburg (Altmark) in der Altmark.[4]

Nachbarorte sind Erxleben und Düsedau im Nordwesten, Möllendorf im Osten, Goldbeck im Südosten, Klein Schwechten und Häsewig im Süden, sowie Ziegenhagen im Westen.[4]

Ortsteilgliederung

Zum Ortsteil Petersmark gehört neben dem Dorf Petersmark der Wohnplatz Tympen.[3]

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Petersmark wurde im Jahre 1344 erstmals erwähnt als in deme dorpe tv peterstlmarke, als der Knappe Hans von Vinzelberg bekundete, welche Einnahmen er in einigen Dörfern dem Ritter Ebelen von Buzst abgekauft hatte.[5] Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird als Petersmark Wüstung aufgeführt.[6] Weitere Nennungen sind 1540 Petersmark und 1687 Petersmarck.[1]

Am 1. April 1938 wurde der Wohnplatz Tympen von Erxleben zu Petersmark umgegliedert, wie aus einer Gemeindebezirksveränderung einer Parzelle hervorgeht.[7]

Herkunft des Ortsnamens

Der Name Petersmark ist deutschen Ursprungs und geht zurück auf den Eigennamen petro und auf Mark für Grenze oder Gebiet.[8]

Eingemeindungen

Bis 1807 gehörte das Dorf zum Stendalschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es bis 1813 im Kanton Schinne auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.[1]

Die Gemeinde Petersmark wurde am 20. Juli 1950 in die Gemeinde Goldbeck eingemeindet.[9]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1734073
1772073
1790062
1798066
1801075
1818066
1840065
1864117
Jahr Einwohner
1871100
1885130
1892[00]123[10]
1895122
1900[00]118[10]
1905109
1910[00]133[10]
1925156
Jahr Einwohner
1939140
1946280
2014[00]67[11]
2015[00]67[11]
2017[00]65[12]
2018[00]66[12]
2020[00]61[13]
2021[00]63[14]
Jahr Einwohner
2022[0]63[2]
2023[0]60[2]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:[1]

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Petersmark gehörte früher zur Pfarrei Klein Schwechten.[15] Seit 2007 gehört sie zum Kirchspiel Klein Schwechten. Sie wird heute betreut vom Pfarrbereich Klein Schwechten des Kirchenkreises Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[16]

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Petersmark stammen aus dem Jahre 1815. Ältere Einträge finden sich ab 1650 bei Klein Schwechten.[17] Die zwischen 1650 und 1938 in Kirchenbüchern aufgeführten Personen sind in einem Ortsfamilienbuch zusammengestellt.[18]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die heutige evangelische Dorfkirche St. Petrus in Petersmark ist ein unverputzter Backsteinbau im neoromanischen Stil, der am 18. Dezember 1887 eingeweiht wurde. Die Kirche ist eine Nebenkirche der Kirche in Klein Schwechten.[8]
  • Der Ortsfriedhof befindet sich auf dem Kirchhof.
  • In Petersmark steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges aus aufgetürmten Feldsteinen und Findlingen.[19]

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1656–1658, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 188 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 380, 107. Petersmark (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Commons: Petersmark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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