Petrit Halilaj

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Petrit Halilaj (geboren 1986 in Kostërc, Skenderaj-Kosovo) ist ein bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Berlin, Bozzolo, Pristina und Junik.[1][2] Halilaj erschafft komplexe Welten, die Raum für Freiheit, Sehnsucht, Intimität und Identität bieten. Seine Kunst ist eng mit der Geschichte seines Heimatlandes Kosovo und den Folgen kultureller und politischer Spannungen in der Region verbunden.[3]

Leben und Werk

Als 13-Jähriger musste Halilaj mit seiner Familie vor dem Krieg fliehen.[4] Im Geflüchtetenlager begann er, motiviert durch einen italienischen Psychologen, mit Buntstiften zu malen, um die traumatischen Ereignisse zu verarbeiten.[5] Später studierte Halilaj in Mailand an der Accademia di Belle Arti di Brera Kunst.[6]

Während der 6. Berlin Biennale 2010 präsentierte Halilaj eine skulpturale Rekonstruktion seines Elternhauses, das im Kosovokrieg durch Bombardierungen zerstört worden war.[5]

2013 nahm der Kosovo erstmals an der 55. Biennale von Venedig teil;[2] er wurde von Halilaj vertreten, der im Ausstellungspavillon seine von Kathrin Rhomberg kuratierte Arbeit I’m hungry to keep you close. I want to find the words to resist but in the end there is a locked sphere. The funny thing is that you’re not here, nothing is presented zeigte.[7]

Im Universitätsjahr 2019/2020 lehrte Halilaj zusammen mit seinem Partner, dem Künstler Álvaro Urbano, an der Pariser École Nationale Supérieure des Beaux Arts.[1]

Ausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen

Halilaj erhielt 2023 den Kunstpreis Berlin von der Akademie der Künste und wurde 2018 mit dem Smithsonian Artist Research Fellowship (SARF) ausgezeichnet.[6] 2017 erhielt er sowohl den Mario-Merz-Preis als auch eine besondere Erwähnung der Jury bei der 57. Biennale von Venedig.[6]

2025 wurde Halilaj mit dem renommierten Preis für zeitgenössische Bildhauerei des Nasher Sculpture Center in Dallas, Texas ausgezeichnet. Mit 100.000 US-Dollar ist der Nasher-Skulpturenpreis eine der höchstdotierten Kunstpreise der Welt. Laut seiner Galerie ChertLüdde hat Halilaj bereits angekündigt, das Geld der Hajde! Foundation für Kunst und Kultur zu spenden, die er zusammen mit seiner Schwester, der Kuratorin Hana Halilaj, im Kosovo gegründet hat.[17]

Einzelnachweise

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