Petzmannsberg

Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Petzmannsberg (oberfränkisch: Bedsbärch[1]) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Petzmannsdorf liegt in der Gemarkung Metzdorf.[3]

Schnelle Fakten Große Kreisstadt Kulmbach ...
Petzmannsberg
Große Kreisstadt Kulmbach
Koordinaten: 50° 7′ N, 11° 26′ O
Höhe: 319 m ü. NHN
Postleitzahl: 95326
Vorwahl: 09221
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Geografie

Der ehemalige Weiler bildet mit Metzdorf im Norden und Ziegelhütten im Osten eine geschlossene Siedlung nördlich des Weißen Mains. Die Dobrach fließt entlang der Gemarkungsgrenze nach Ziegelhütten und mündet als rechter Zufluss in den Weißen Main. Unmittelbar nördlich von Petzmannsberg erhebt sich der Heidenknock (365 m ü. NHN). Auch im Westen steigt das Gelände zu einer Anhöhe an (370 m ü. NHN). Die Bundesstraße 85 führt zur Bundesstraße 289 (0,5 km südöstlich) bzw. nach Höferänger (2 km nördlich). Die Kreisstraße KU 6 zweigt von der B 85 ab und führt nach Burghaig (2,2 km westlich).[4]

Panorama von Petzmannsberg

Geschichte

Der Ort wurde 1291 als „Betzemansberge“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Pazaman, der Personenname des Siedlungsgründers.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Petzmannsberg 19 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus, das zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft innehatte. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Gut, 5 Gütlein, 2 Tropfgütlein), das Bürgerhospital Kulmbach (1 Halbhof), der bambergische Langheimer Amtshof (1 Hof) und das Wernstein (6 Güter, 2 Sölden, 1 Tropfsölde).[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Petzmannsberg dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burghaig und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Ab 1818 gehörte es zur Ruralgemeinde Metzdorf. Am 1. April 1946 wurde Petzmannsberg nach Kulmbach eingegliedert.[7][8]

Baudenkmäler

  • An den Weinbergen 5: Villa
  • Petzmannsberg 12: Wohnstallhaus
  • Petzmannsberg 25: Ehemaliges städtisches Hospitalgut
abgegangenes Baudenkmal
  • Petzmannsberg 8: Zweigeschossiges Haus von drei zu sieben Achsen, Anfang 18. Jahrhundert. Sandstein, zum Teil verputzt. Obergeschoss unter verschieferten Giebel und traufseitig bis Mitte mit schlichtem Fachwerk. Türrahmung am Schlussstein bezeichnet „1821“.[9]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001809001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 10711914114220234534567579665 *
Häuser[10] 2226313864100 *
Quelle [11][7][12][13][14][15][16][17][18][19][20]
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* 
Ort wird zu Kulmbach gerechnet.

Religion

Petzmannsberg ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Aegidius (Melkendorf) gepfarrt,[6] ab dem 19. Jahrhundert war die Pfarrei St. Petrus (Kulmbach) zuständig[12] und seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist es die Pfarrei Friedenskirche (Ziegelhütten).[18]

Literatur

Fußnoten

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