Peyremale
französische Gemeinde
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Peyremale (okzitanisch Pèiramala) ist eine französische Gemeinde mit 272 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Gard in der Region Okzitanien. Die Einwohner werden Peyremalencs (männlich) und Peyremalencques (weiblich) genannt.[1]
| Peyremale | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Okzitanien | |
| Département (Nr.) | Gard (30) | |
| Arrondissement | Alès | |
| Kanton | Rousson | |
| Gemeindeverband | Cèze Cévennes | |
| Koordinaten | 44° 18′ N, 4° 4′ O | |
| Höhe | 162–619 m | |
| Fläche | 8,62 km² | |
| Einwohner | 272 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 32 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 30160 | |
| INSEE-Code | 30194 | |
| Website | Homepage | |
Ansicht von Süden | ||
Geographie
Peyremale befindet sich im Norden des Départements Gard an den Ausläufern der Cevennen, zwischen Génolhac im Nordwesten und Saint-Ambroix im Südosten. Der Ortskern liegt am Zusammenfluss des Luech und der Cèze, westlich von Peyremale beginnt das Massiv des Mont Lozère. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über Höhenlagen von 162 bis 619 Metern.[1] Das Klima entspricht dem für die Cevennen typischen mediterranen Klima, das mit zunehmender Höhe zunehmend montanen Charakter annimmt.
Das Siedlungsgebiet gliedert sich in zahlreiche, teils mittelalterliche Weiler wie Mercoire, Le Puech, L’Elzière, Le Claux, Mas Herm, Les Drouilhèdes, Le Chambonnet und Clamoux, die sich entlang der Flusstäler sowie an den Hängen der umliegenden Täler verteilen.[2][3] Das Rathaus der Gemeinde befindet sich im Weiler Le Claux auf rund 220 Metern Höhe.[1]
Der überwiegende Teil des Gemeindegebiets ist von Wäldern bedeckt, in denen vor allem die für die Cevennen typischen See-Kiefern und Kastanien dominieren. Als Baumaterial wird überwiegend der örtliche Schiefer verwendet.[1]
Peyremale gehört zu den Gemeinden des Nationalparks Cevennen. Durch die Unterzeichnung der Parkcharta hat sich die Gemeinde zur Mitwirkung an dessen Schutz- und Entwicklungszielen verpflichtet.[4] An einem Mäander der Cèze östlich des Ortskerns liegt die als ZNIEFF-Typ-I ausgewiesene Schutzzone Vallée de la Cèze à Peyremale, die auf rund 18 Hektar einen ökologisch besonders wertvollen Flussabschnitt in etwa 200 Metern Höhe umfasst.[5]
Geschichte
Die Besiedlung des Gemeindegebiets reicht mindestens bis in das Neolithikum zurück. Auf dem Territorium von Peyremale sind mehrere gut erhaltene Dolmen nachgewiesen. In gallorömischer Zeit wurde die Region durch ein Hauptlager bei Portes und ein sekundäres Lager bei Peyremale erschlossen, das unter der Bezeichnung Castrum de Petra Mala überliefert ist.[6]
Der Ortsname erscheint 1250 in einer Urkunde als castrum de Petramala, das zur Vignerie und zum Bistum Uzès gehörte. Auf dem Felsrücken unmittelbar hinter der heutigen Kirche bestand ein kleines befestigtes Ensemble mit einem Priorat, das von Benediktinermönchen der Abtei Sauve gegründet wurde. Vermutlich geht auf diese Gemeinschaft der Bau der ursprünglich romanischen Kirche zurück, die bis zur Französischen Revolution als „Priorat Notre-Dame de Peyremale“ unter der Kollation des Bischofs von Uzès stand.[7]
Bevölkerung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auf einem Felssporn oberhalb des Tales der Cèze steht die Pfarrkirche von Peyremale, eine in ihren Ursprüngen romanische Kirche, deren älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen und die im 18. und 19. Jahrhundert mehrfach erweitert wurde. Das aus lokalem Schiefermauerwerk errichtete Gebäude mit einem wuchtigen Westturm ist seit dem 29. Dezember 1981 als Monument historique eingetragen.[7]
Zum kommunalen Kulturerbe gehören neben der Kirche ein protestantischer Tempel im Weiler L’Elzière, der Dolmen des Chams, der historische Bewässerungskanal canal du Tourrel sowie mehrere ehemalige Getreidemühlen, die als Zeugnisse der traditionellen Baukunst und der früheren Agrarwirtschaft erhalten sind.[1]
