Pfarrfusion
Umstrukturierung in der Gliederung christlicher Kirchen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Bei einer Pfarrfusion (auch als Pfarreifusion oder Kirchengemeindefusion bezeichnet) werden zwei oder mehrere Pfarreien bzw. Kirchengemeinden samt deren Vermögen in der Weise zusammengeschlossen, dass wenigstens eine ihre wirtschaftliche und rechtliche Selbständigkeit aufgibt.
Der Begriff wurde analog zur Bezeichnung Fusion in der Wirtschaft gebildet.
Sinn der Fusion ist die Verbesserung der pastoralen und personellen Voraussetzungen für eine den gegenwärtigen und zukünftigen Bedingungen der Seelsorge entsprechende lokale kirchliche Struktur. Dabei wird angestrebt, örtliche, pastorale und personelle Synergien zur optimalen Nutzung durch die Betroffenen zusammenzuführen und die Verwaltung der Pfarreien nicht nur in betriebswirtschaftlichem Sinn rationeller zu organisieren. Zum Beispiel reduziert sich die Zahl der Gremien, indem nur noch eine Kirchengemeindeleitung erforderlich ist.
Oft waren die betreffenden Pfarreien bzw. Kirchengemeinden vor ihrer Fusion in einem Pfarrverband zusammengeschlossen.
Literatur/Weblinks
- Matthias Pulte: Vom Pfarrverband zur Pfarreienfusion. Pastoraltheologische, kirchenrechtliche und staatskirchenrechtliche Aspekte bei der Vereinigung von Pfarreien im Erzbistum Köln, NomoK@non-Webdokument, Rdnr. 1–127.