Pfarrwerfen

Gemeinde im Bezirk St. Johann im Pongau, Land Salzburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Pfarrwerfen ist eine Gemeinde mit 2614 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Salzburger Land im Bezirk St. Johann im Pongau in Österreich.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Pfarrwerfen
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Pfarrwerfen
Pfarrwerfen (Österreich)
Pfarrwerfen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Land Salzburg Salzburg
Politischer Bezirk: St. Johann im Pongau
Kfz-Kennzeichen: JO
Hauptort: Dorfwerfen
Fläche: 37,98 km²
Koordinaten: 47° 27′ N, 13° 12′ O
Höhe: 545 m ü. A.
Einwohner: 2.614 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 69 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5452
Vorwahl: 06468
Gemeindekennziffer: 5 04 16
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfwerfen 4
5452 Pfarrwerfen
Website: www.gemeinde.pfarrwerfen.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Weiß (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2024)
(19 Mitglieder)
5
14
5 14 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Pfarrwerfen im Bezirk St. Johann im Pongau
Lage der Gemeinde Pfarrwerfen im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)FilzmoosSalzburg
Lage der Gemeinde Pfarrwerfen im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Pfarrwerfen Blickrichtung Spareck
Pfarrwerfen mit dem Tennengebirge
Blick ins Salzachtal nach Norden, Dorf Pfarrwerfen und Werfen mit Hohenwerfen, und das Gemeindegebiet an der Tennengebirgs­südostflanke, dahinter der Pass Lueg
Dorfwerfen an der Salzach und die Tennengebirgsabdachung

Die Gemeinde liegt im Salzachpongau, im Salzachtal rechts und den Südwestfuß des Tennengebirges hinauf.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dorfwerfen und Grub.

Das Gemeindegebiet umfasst neun Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1])

  • Dorfwerfen (Hauptort, Dorf Pfarrwerfen) – rechts an der Salzach (873)
  • Laubichl – über Dorfwerfen (413)
  • Ellmauthal – links des Fritzbachs am Anfang des Fritztals (190)
  • Dorf – über Laubichl, an der Straße nach Werfenweng (147)
  • Pöham – das Fritztal hinein (214)
  • Grub – über Pöham (113)
  • Maier – über Dorfwerfen gegen das Tennengebirge hin (314)
  • Lehen – über Maier (215)
  • Schlaming – salzachabwärts über Werfen, mit dem Gemeindeanteil am Hochplateau des Tennengebirges (135)

Einziger Zählsprengel ist Pfarrwerfen.

Bis Ende 2002 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Werfen, seit 2003 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Sankt Johann im Pongau.

Nachbargemeinden

Golling an der Salzach  (Bez. Hallein/Tennengau) Scheffau am Tennengebirge (Bez. Hallein/Tennengau)
Werfen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Werfenweng
Bischofshofen
 
Golling grenzt nur in einem Punkt an, in der Ofenrinne beim Hochtörl

Geschichte

Thomas Ender: Pfarrwerfen im Pongau, 19. Jh.

Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. wurde das Gebiet von Kelten besiedelt, um 200 v. Chr. Teil des Königreichs Noricum, das ab 15 v. Chr. römisch besetzt und um 50 n. Chr. Teil des Römischen Reiches wurde. Nach dessen Teilung wird das heutige Gemeindegebiet um das Jahr 300 Teil von Noricum Ripense. Im 5. Jahrhundert bricht die römische Herrschaft zusammen, 488 befahl Odoaker den Abzug der romanischen Bevölkerung aus Noricum. Im 8. Jahrhundert begann die systematische Christianisierung (vergl. Geschichte des Christentums in Österreich), die Erzdiözese Salzburg wurde durch Rupert von Salzburg gegründet, 711 erfolgt die Klostergründung „Cella Maximiliana“ in Bischofshofen.

Pfarrwerfen wurde 1074 in einem Schenkungsbrief durch Erzbischof Gebhard von Helfenstein erstmals urkundlich genannt (parochia s. Cyriaci, Pfarre zum Hl. Cyriak) und gehörte seit 1398 zum Fürsterzbistum Salzburg.

Mit dem Frieden von Pressburg von 1805 kam Pfarrwerfen mit Salzburg zu Österreich. Am 9. April 1809 begann Österreich einen Krieg gegen Frankreich. Als Folge der österreichischen Niederlage fiel Salzburg vorübergehend an Bayern (Friede von Schönbrunn, 14. Oktober), nach dem Wiener Kongress 1816 kam Salzburg durch den Vertrag von München (14. April) wieder zu Österreich.

Bevölkerungsentwicklung

Gab es von 1981 bis 1991 noch eine leichte Abwanderung, die durch den Geburtenüberschuss ausgeglichen wurde, so sind seither Geburtenbilanz und Wanderungsbilanz positiv.[2]

Pfarrwerfen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.109
1880
 
1.199
1890
 
1.214
1900
 
1.246
1910
 
1.274
1923
 
1.373
1934
 
1.483
1939
 
1.533
1951
 
1.548
1961
 
1.646
1971
 
1.880
1981
 
1.942
1991
 
2.040
2001
 
2.174
2011
 
2.221
2021
 
2.529
2025
 
2.614
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 79,6 %
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,1 %
(−4,6 %p)
29,9 %
(+11,9 %p)
n. k. %
(−7,3 %p)
20192024

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 19 Mitglieder, bis 2024 waren es 17.

Bürgermeister

Wappen

Das Gemeindewappen wurde Pfarrwerfen im Jahr 1974 verliehen. Der rechte Teil mit dem römischen Meilenstein symbolisiert die alte Nord-Süd-Verbindung über den Radstädter Tauern. Das „V“ im Meilenstein steht für die Raststation „Vocario“. Palmwedel und Schwert im linken Wappenteil stehen für den heiligen Cyriak, den Kirchenpatron von Pfarrwerfen. Er wurde als Märtyrer – dafür steht der Palmzweig – mit dem Schwert hingerichtet.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Pfarrwerfen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 600 Arbeitsplätzen in der Gemeinde entfallen neunzig auf die Landwirtschaft, 240 auf den Produktionssektor und 270 auf Dienstleistungen. Im Produktionssektor entfallen mehr als sechzig Prozent auf die Sachgüterherstellung, etwa ein Viertel auf das Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor sind die sozialen und öffentlichen Dienste, freiberufliche Tätigkeiten und der Handel (Stand 2011).[11]

Berufspendler

Im Jahr 2011 lebten 1165 Erwerbstätige in Pfarrwerfen. Davon arbeiteten dreißig Prozent in der Gemeinde, siebzig Prozent pendelten aus, blieben aber größtenteils im Pongau. Aus der Umgebung pendelten rund 250 Menschen zur Arbeit nach Pfarrwerfen.[12]


 Arbeitsmarkt 
lokal beschä...Auspendler andere...Auspend...Auspendl...Einpendlerlokal beschäftigtAuspendler andere GemeindeAuspendler anderer BezirkAuspendler anderes BundeslandEinpendler

Verkehr

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Gerhard Walterskirchen: Zur Geschichte der Orgel und der Kirchenmusik in der Pfarrkirche St. Cyriak in Pfarrwerfen. In: Barbara Reiter, Pfarramt Pfarrwerfen (Hrsg.): Festschrift zur Wiedereinweihung der historisch restaurierten Matthäus Mauracher Orgel (1869) am Sonntag, den 22. November 2015 um 9:30 Uhr in der Pfarrkirche Pfarrwerfen. Pfarrwerfen 2015, S. 11–16.

Einzelnachweise

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