Philippe de Chambrier

Schweizer Offizier in fremden Diensten, Neuenburger Plantagenbesitzer und Kolonialbeamter From Wikipedia, the free encyclopedia

Philippe de Chambrier, auch Philippe Chambrier (* 1701 in Neuenburg; † 19. Juli 1756 ebenda), war ein Schweizer Offizier in fremden Diensten und Neuenburger Plantagenbesitzer und Kolonialbeamter.

Leben

Herkunft und Familie

Philippe de Chambrier entstammte der Familie Chambrier[1].

Sein Vater war der Staatsrat Frédéric de Chambrier (* 13. September 1663 in Neuenburg; † 8. August 1746 ebenda)[2], seine Mutter Marie-Marguerite (* 7. Dezember 1664 in Neuenburg; † 9. Juli 1730), die Tochter von Abraham Chambrier (1638–1686).

Er hatte einen älteren Bruder namens Charles-Louis de Chambrier (* 5. Februar 1690 in Neuenburg; † 13. Februar 1770 ebenda), Offizier in fremden Diensten und verheiratet mit Madeleine, die Tochter des Staatsrats Jean-Pierre Brun (1681–1757)[3]. Seine Schwester Judith Chambrier († 6. Januar 1765) und deren Ehemann Louis Frédéric de Pierre (1687–1746) waren die Eltern des Generalprokurators und Kammerherrn des preussischen Königs Friedrich Wilhelm II., Jean Frédéric de Pierre (* 5. November 1735 in Neuenburg; † 16. Januar 1800 ebenda)[4].

Zu seinen Vorfahren zählten unter anderem der Politiker Pierre Chambrier (1604–1668)[5], der Generalstaatsanwalt Pierre Chambrier (1542–1609)[6], der Steuereinnehmer Benoît Chambrier (1521–1571)[7] und der Händler und Politiker Pierre Chambrier (1481–1545).[8]

Philippe de Chambrier heiratete am 13. Mai 1743 Lucie (geb. Drouilhet, 1703–1770), verwitwete DuPeyrou. Aus ihrer ersten Ehe stammte unter anderem Pierre-Alexandre DuPeyrou.

Durch die Heirat mit der Witwe DuPeyrou wurde Philippe de Chambrier zum Eigentümer der Plantagen Perou, Libanon und La Nouvelle Esperance.

Militärische Karriere

Chambrier verfolgte eine militärische Laufbahn im Dienste der Vereinigten Niederlande (siehe Schweizer Truppen in niederländischen Diensten). Er begann seine Karriere 1727 als Fähnrich und wurde 1733 zum Unterleutnant befördert. 1737 erhielt er die Ernennung zum Leutnant im Regiment Hirzel.

Der Höhepunkt seiner Karriere kam 1742, als Chambrier zum Chefingenieur mit dem Rang eines Oberstleutnants ernannt wurde. In dieser Position erhielt er das Kommando über die niederländische Kolonie Suriname, wo er administrative und militärische Verantwortung trug.[9] Sein Dienst endete am 14. April 1747.

Rückkehr nach Neuenburg und späte Jahre

Chambrier kehrte 1747 aus Suriname zurück und erwarb zwei Häuser sowie Ländereien in Cressier. Vier Jahre später folgte seine Ernennung zum Oberbefehlshaber der Neuenburger Miliz.

Literatur

Einzelnachweise

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