Physalis coztomatl

Art der Gattung Blasenkirschen (Physalis) From Wikipedia, the free encyclopedia

Physalis coztomatl ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Blasenkirschen (Physalis) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Physalis coztomatl

Physalis coztomatl

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Nachtschattenartige (Solanales)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Gattung: Blasenkirschen (Physalis)
Art: Physalis coztomatl
Wissenschaftlicher Name
Physalis coztomatl
Moc. & Sessé ex Dunal
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Beschreibung

Vegetative Merkmale

Physalis coztomatl sind ausdauernde, strauchig oder krautig halbstrauchig wachsende Pflanzen, die Wuchshöhen von bis zu 2 Metern erreichen können. Sie wachsen aufrecht und verzweigen bereits dicht über dem Boden. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mit einfachen Trichomen behaart, selten befinden sich darunter auch drüsige Trichome, deren drüsige Spitze kaffeefarben ist. Der Stängel ist glatt, zylindrisch und ist häufig im oberen Teil waagerecht gebogen.

Die wechselständig oder paarweise angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1,4 bis 6,5 cm lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 5,7 bis 19 cm, sowie einer Breite von 3,9 bis 17 cm eiförmig bis nahezu kreisförmig eiförmig mit zugespitztem oberen Ende und konischer, abgeschnitten bis nahezu herzförmiger Basis. Der Blattrand ist ganzrandig oder mit wenigen (auch nur mit einem) Zähnen besetzt, selten auch sägezahnartig, dann sind die Zähne sehr auffällig und spitz.

Blüten

Blüte

Die Blüten stehen einzeln. Die Knospen sind bei einer Länge von bis 12 mm eiförmig mit zugespitztem oberen Ende. Während der Anthese ist der Blütenstiel 14 bis 28 mm lang.

Die zwittrige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle. Der Kelch ist groß und breit, 11 bis 15 mm lang und an der Basis der Kelchzipfel 9 bis 11 mm breit, darüber hinaus ist der Kelch in lanzettlich-eiförmige, zugespitzte bis pfriemförmige, 8 bis 13 mm lange Kelchzipfel aufgeteilt. Die 1,5 bis 2,4 cm lange und 2,8 bis 4 cm durchmessende Krone ist gelb, glockenförmig, radförmig bis langgestreckt, der Saum ist mit Trichomen besetzt. Die Markierungen in der Krone sind etwa 6 mm lang, zusammengesetzt, kaffeefarben, rötlich oder bis violett gefärbt. Die Staubblätter bestehen aus 4 bis 7 mm langen, violett gefärbten Staubfäden und 3 bis 5 mm langen, violett gefärbten Staubbeuteln. Der Griffel ist 8 bis 11 mm lang, die Narbe ist keulenförmig und beinahe köpfchenförmig.

Früchte

Zur Fruchtreife vergrößert sich der Kelch auf eine Länge von 4 bis 5,7 cm und eine Breite von 2,8 bis 3,4 cm und ist behaart sowie häutig. Im Querschnitt ist er zehnrippig, wobei fünf Rippen deutlich ausgeprägt sind. Die einzelnen Kelchzipfel sind lanzettlich-eiförmig, nach vorn hin zugespitzt bis pfriemförmig und 1,2 bis 2,2 cm lang. Der Fruchtstiel hat eine Länge von 1,8 bis 4 cm. Die Frucht ist eine Beere mit einem Durchmesser von 1,5 cm.

Phänologie

Sowohl Blüten als auch Früchte werden über das ganze Jahr hinweg ausgebildet.

Vorkommen

Physalis coztomatl kommt in weiten Teilen Mexikos vor, das Verbreitungsgebiet liegt in den Bundesstaaten Distrito Federal, México, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, Michoacán, Morelos, Nayarit, Oaxaca, Puebla, Querétaro und Veracruz.

Die Standorte liegen in Höhenlagen von 2300 bis 3100 Metern in gemäßigten Kiefern-Eichenmischwäldern oder in gemäßigt warmen Berglagen.

Systematik

Die Erstbeschreibung von Physalis coztomatl erfolgte 1852 durch Michel Félix Dunal in A. P. de Candolle: Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis .., Band 13, Teil 1, Seite 450. Dunal übernahm diesen Namen von José Mariano Mociño und Martín Sessé y Lacasta.

Die Art Physalis coztomatl gehört zur Sektion Coztomatae in der Untergattung Rydbergis innerhalb der Gattung der Physalis. Die Art Physalis coztomatl ähnelt Physalis lassa. Sie gleichen sich vor allem durch die dichte Behaarung, den zehnrippigen Fruchtkelch und der Krone mit dunklen Markierungen. Zu unterscheiden sind die Arten durch die unterschiedliche Größe des Kelches an der Blüte, die Blütenstiele und die Gesamtgröße der Pflanzen. Zudem liegt das Hauptverbreitungsgebiet von Physalis lassa eher im Südosten Mexikos.

Quellen

  • Ofelia Vargas Ponce, Mahinda Martínez Y Dias, Patricia Dávila Aranda: La familia Solanaceae en Jalisco - El género Physalis. Universidad de Guadalajara, Colección Flora de Jalisco, 2003, ISBN 970-27-0369-7. PDF-Datei, 2,97 MB.
Commons: Physalis coztomatl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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