Pianke

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Pianke ist der Titel eines Kinderbuches des deutschen Schriftstellers Peter Abraham, das erstmals 1981 in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) beim Kinderbuchverlag Berlin erschien und in den 1980er Jahren mehrfach neu aufgelegt wurde. Es wurde 1982 unter der Regie von Gunter Friedrich von der DEFA für das Fernsehen der DDR verfilmt.

Handlung

Die Handlung, die ausgehend vom Ende der Geschichte erzählt wird, spielt in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges. Hauptfigur ist der neunjährige Junge Andreas Groß, dessen Spitzname Pianke lautet. Er lebt in Berlin alleine mit seinem Vater, der Landkartenzeichner ist. Nach einem Bombenangriff fliehen sie aufgrund einer Warnung, dass ihre Wohnung von Polizisten durchsucht worden sei. Pianke erfährt, dass sein Vater Papiere für Leute fälscht, die vor den Nazis flüchten müssen. Fortan wohnen sie unter anderen Namen in einer Laubenkolonie. Manchmal kommen sehr spät abends Männer zu ihnen, die Pianke stets nur von hinten sieht, und die neue Aufträge, Material und Geld bringen. Wer diese Männer sind, erfährt Pianke zu keinem Zeitpunkt. Auch von der politischen Einstellung des Vaters wird die gesamte Geschichte über nur klar, dass er aus allgemeinen humanistischen Gründen gegen die Nazis eingestellt ist - eine einzelne politische Richtung wird im Buch aber (im Gegensatz zum DEFA-Film von 1983) an keiner Stelle benannt.

Der Jude Elias Schmuckstein, dem die Laube gehört, in der sie nun leben, bittet sie, das jüdische Mädchen Rachel bei sich zu verstecken, um sie vor der Deportation zu retten. Dabei verkauft er Piankes Vater seine Segelyacht zum symbolischen Preis von 3 Reichsmark. Rachel wohnt in der Folgezeit unter dem Namen Irma und als Piankes Cousine getarnt bei ihm und seinem Vater.

Auch eine Französin, die später im Haus von Pianke und seinem Vater ein Kind bekommt, wird von ihnen versteckt. Zum Ende des Buches segeln sie mit dem Boot, das Piankes Vater von Elias Schmuckstein übernommen hatte, auf der Havel zwischen den deutschen und den sowjetischen Truppenstellungen entlang. Nachdem sie zunächst von den deutschen Soldaten beschossen werden, singen sie das bekannte Volkslied „Der Mai ist gekommen“, woraufhin der deutsche Kommandeur das Feuer einstellen lässt. Auch der sowjetische Offizier verzichtet auf einen Beschuss, da er nach den Schüssen der deutschen Seite der Meinung ist, dass es sich bei den Menschen auf dem Boot nicht um Faschisten handeln könne.

Literatur

  • Peter Abraham: Pianke. Der Kinderbuchverlag Berlin, Berlin 1981

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