Pierre-Yves Simonin

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Pierre-Yves Simonin (* 15. August 1937 in Bern; † 23. Oktober 2025 in Morges) war ein Schweizer Diplomat.

Leben und Wirken

Simonin war der Sohn des Bundesbeamten Pierre Simonin, der zwischen 1942 und 1950 Sektionschef im Volkswirtschaftsdepartement war. Er selbst trat 1964 in den diplomatischen Dienst ein und war, unter anderem von 1969 bis 1970, Botschaftssekretär an der Botschaft in Brasilien und anschliessend, von 1970 bis 1975, Sekretär des Aussenministers, des Vorstehers des Politischen Departements Pierre Graber. Ab 1975 und bis 1979 war er Mitarbeiter (Kulturrat) an der Botschaft in Italien und danach Erster Mitarbeiter (mit Ministertitel) an der Botschaft in den USA. Er wurde darauf zum Botschafter ernannt und übernahm, 1983, die Nachfolge von Ernest Bauermeister als Botschafter in Israel. Diesen Posten bekleidete er bis zum 30. Juni 1987 und wurde danach von Jean-Pierre Keusch abgelöst. Alsdann übernahm er 1987 von Alfred Hohl den Posten als Botschafter in Jugoslawien und verblieb dort bis 1989, woraufhin Jean-Jacques Indermühle seine Nachfolge antrat. Nach anderen Verwendungen in Bern wurde er 1993 Nachfolger von Gaspard Bodmer als Botschafter in Belgien. Er bekleidete dieses Amt bis zum 1999 und wurde von Robert Mayor abgelöst. Er war zugleich 1997 als Chef der schweizerischen Mission bei der NATO akkreditiert. 1969 trat der dem Souveränen-Malteser-Ritterorden bei, gründete 1974, zusammen mit Martin von Walterskirchen dessen Hospitaldienst[1]. Von 1999 bis 2005 vertrat Simonin den Souveränen Malteser-Ritterorden bei der UNO in Genf als Botschafter und Ständiger Beobachter.

Am 23. Oktober 2025 verstarb er in Morges.[2]

Einzelnachweise

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