Pierre Certon
französischer Komponist
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Leben und Werk
1529 wurde er als jugendlicher „clericus matutinorum“, als für die Matutin verpflichteter Minorist,[3] an Notre-Dame in Paris aufgenommen. 1532 trat er in die Sainte-Chapelle des königlichen Palastes ein. Dort wirkte er seit 1536 als Leiter des Knabenchores und ab 1548 auch als Kaplan.
François Lesure bezeichnet ihn als den „sicherlich fruchtbarsten französischen Komponisten des 16. Jahrhunderts“.[4]
Von seinen Werken sind erhalten geblieben: acht Messen, fünfzig Motetten sowie weitere geistliche Vokalmusik, außerdem mehr als dreihundert Chansons, von denen einige – für seine Zeit – gewagte Texte enthielten. Nach wie vor bekannt ist die Chanson Je ne l’ose dire („Ich wage nicht zu sagen“).
Literatur
- Alfred Baumgartner: Alte Musik: Von den Anfängen abendländischer Musik bis zur Vollendung der Renaissance. Kiesel, Salzburg 1981, ISBN 3-70230120-8.
- Myriam Suzanne Rion: Die Idee der Verbindung von Musik und Poesie im Frankreich des 16. Jahrhunderts. Das musikalische Supplement zu Pierre de Ronsards „Amours“ (1552). Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München 2004, S. 258–293 (online).
Weblinks
- Werke von und über Pierre Certon in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Noten und Audiodateien von Pierre Certon im International Music Score Library Project
- Gemeinfreie Noten von Pierre Certon in der Choral Public Domain Library – ChoralWiki (englisch)