Pierre Vaneck
französischer Schauspieler
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Pierre Vaneck (* 15. April 1931 in Provinz Lạng Sơn, Vietnam; † 31. Januar 2010 in Paris) war ein französischer Theater- und Filmschauspieler.

Leben und Wirken
Der Sohn eines belgischen Offiziers verbrachte seine Jugend in Antwerpen und begann nach dem Schulbesuch ein Studium der Medizin in Paris, ehe er sich an der vom Schauspieler René Simon gegründeten privaten Schauspielschule Cours Simon einschrieb. Als Theaterschauspieler wurde er ab 1952 bekannt durch seine Darstellungen in Komödien. 1988 wurde er mit dem Molière als bester Nebendarsteller für seine Rolle in Le Secret ausgezeichnet. 1995 war er darüber hinaus für den Molière als bester Hauptdarsteller nominiert.
Bei dem französischen Fernsehsender TF1 war er 1992 Darsteller in der Fernsehserie Les Cœurs brûlés und dann bei France 3 2001 auch Darsteller in der Serie Fabien Cosma. Im zweiten Teil der Fernsehserie Imperium, Nero – Die dunkle Seite der Macht, spielte er 2005 den Paulus von Tarsus. In der deutschen Synchronisation der Serie war Otto Mellies sein Synchronsprecher.[1] Zuletzt wurde Vaneck 2009 für seine Rolle in Tage oder Stunden als bester Nebendarsteller für den César nominiert.
Pierre Vaneck war der Großvater der französischen Nachwuchsschauspieler Aurélie Vaneck und Thibault Vaneck, die in Plus belle la vie, dem französischen Pendant zur deutschen Lindenstraße, die Rollen von Ninon Chaumette und Nathan Leserman spielten.[2]
Filmographie (Auswahl)
- 1955: Marianne de ma jeunesse
- 1956: Die Wölfe (Pardonnez nos offenses)
- 1957: Der Mann, der sterben muß (Celui qui doit mourir)
- 1957: Therese Etienne (Thérèse Étienne)
- 1958: Eine Kugel im Lauf (Une balle dans le canon)
- 1958: Partner des Teufels (La moucharde)
- 1960: Reigen der Liebe (La morte saison des amours)
- 1961: Galante Liebesgeschichten (Les amours célèbres)
- 1961: Sie nannten ihn Rocca (Un nommé La Rocca)
- 1964: Brennt Paris? (Paris brûle-t-il?)
- 1967: Die Unbekannte (L’étrangere)
- 1971: Grenzfälle – Es geschah übermorgen (Aux frontières du possible)
- 1971: Biribi – Hölle unter heißer Sonne (Biribi)
- 1972: Van der Valk und das Mädchen
- 1984: L’Année des méduses
- 1987: Allein gegen die Mafia (La piovra)
- 1995: Othello
- 2005: Kein Himmel über Afrika
- 2006: Science of Sleep – Anleitung zum Träumen (The Science of Sleep)
- 2008: Tage oder Stunden (Deux jours à tuer)
Weblinks
- Pierre Vaneck bei IMDb
- Nachruf vom 31. Januar 2010 (französisch, Archivlink)