Pingendorf

Ortschaft im Bezirk Horn From Wikipedia, the free encyclopedia

Pingendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf im Bezirk Horn im niederösterreichischen Waldviertel mit 22 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Schnelle Fakten
Pingendorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Pingendorf
Pingendorf (Österreich)
Pingendorf (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Horn
Pol. Gemeinde Drosendorf-Zissersdorf
Koordinaten 48° 49′ 3″ N, 15° 37′ 25″ Of1
Höhe 469 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 22 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,65 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03927
Katastralgemeindenummer 10223
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Schließen
f0
f0
22

BW

Geografie

Das Dorf befindet sich süchlich von Zissersdorf und wird von den Landesstraßen L1178 und L1179 erschlossen, die im Ort aufeinander treffen. Zur Ortschaft zählt auch die am Thumeritzer Bach liegende Eichmühle. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 22 Adressen.[2]

Geschichte

Die Bewohner waren mehr Waldbauern als Landbauern und erfreuten sich einer mittelmäßigen Bestiftung, schilderte Schweickhardt die Situation im 19. Jahrhundert. Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht, wobei erstere Korn, Hafer und Erdäpfel abwarf. Das Vieh wurde auf Weiden gehalten. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 16 Häusern genannt, das nach Zissersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Geras besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Drosendorf ausgeübt.[3]

Östlich des Ortes ragt der Schlot eines aufgelassenen Ziegelofens aus dem Acker. Dieser wurde einst von der Familie Köppl betrieben. Als erster Besitzer scheint 1890 Franz Köppl auf, der die Anlage vermutlich auch errichtete. 1915 wurde der Betrieb auf Maria Köppl überschrieben die ihn bis 1948 führte. 1949 scheint noch Ferdinand Dolezal auf, der den Ofen aber bereits nach einem Jahr stilllegte.[4]

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 80 (Ausgabe 1769; Bingendorf in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 4. Band: Gars bis Drosendorf. Anton Benko, Wien 1840, S. 266 (PingendorfInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 139.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI