Piteå IF

schwedischer Fußballverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Piteå IF (kurz für Piteå Idrottsförening) ist ein schwedischer Sportverein aus der nordschwedischen Stadt Piteå. Der Verein ist vor allem für seine Frauenfußballmannschaft bekannt, die 2009 erstmals in der Damallsvenskan spielte. 2018 wurde sie schwedischer Meister, 2024 schwedischer Pokalsieger. Die Männermannschaft spielte eine Spielzeit zweitklassig und schwankt seit den 2000er Jahren insbesondere zwischen dritt- und vierthöchster Spielklasse.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
Piteå IF
Logo
Basisdaten
Name Piteå Idrottsförening
Sitz Piteå, Schweden
Gründung 24. Mai 1918
Website piteaif.se
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte LF Arena
Plätze 6.000[1]
Liga Division 1 Norra (Männer)
Damallsvenskan (Frauen)
2025 1. Platz Division 2 Norrland Vår Norra (Männer)  
9. Platz (Frauen)
Heim
Auswärts
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Geschichte

Piteå IF wurde am 24. Mai 1918 als Leichtathletikverein gegründet. Zwei Jahre später schloss sich IFK Piteå dem Klub an, der Fußball als Sportart in den Verein einbrachte. 1934 entstand eine Abteilung für Orientierungslauf. Zudem gab es zeitweise Abteilungen für Turnen, Bandy, Volleyball und Handball.

Eishockey

Die Eishockeymannschaft von Piteå IF wurde 1938 gegründet und nahm von 1975 bis 1985 durchgehend an der Division 1, der damals zweithöchsten Eishockeyspielklasse, teil. Im Jahr 1986 schloss sich die Eishockeyabteilung des Vereins mit dem Munksunds S/SK und Öjeby IF zusammen und der Piteå HC entstand.

Bekannte Spieler

Männerfußball

Lange Zeit trat die Fußballmannschaft von Piteå IF nicht überregional in Erscheinung. 1993 stieg sie in die drittklassige Division 2 Norrland auf, in der sie anfangs gegen den Abstieg spielte. 1996 zog die Mannschaft als Staffelzweiter hinter Lira Luleå BK in die Aufstiegsrunde zur zweiten Liga ein. Dort scheiterte sie jedoch nach zwei Niederlagen an Visby IF Gute. Im Folgejahr gelang als Staffelsieger vor Skellefteå AIK der direkte Aufstieg in die Zweitklassigkeit.

In der Zweitliga-Spielzeit 1998 gelangen Piteå IF fünf Saisonsiege. Damit belegte die Mannschaft hinter Gefle IF, der sich auf dem Relegationsplatz platzierte, einen Abstiegsplatz und musste als Tabellenzwölfter mit Ludvika FK und IFK Luleå direkt wieder abstiegen. Als Tabellenvierter wurde der direkte Wiederaufstieg verpasst und im Folgejahr rutschte die Mannschaft als Tabellenvorletzte in die Viertklassigkeit ab. Nach dem prompten Wiederaufstieg hielt sich der Klub bis 2005 in der dritten Liga, bei einer Ligareform wurde er jedoch viertklassig eingestuft. Dort verpasste die Mannschaft den Klassenerhalt, stieg aber direkt wieder auf und pendelte in den folgenden Jahren zwischen Dritt- und Viertklassigkeit.

Am Ende der Drittliga_Spielzeit 2016 stieg Piteå IF gemeinsam mit BK Forward und IK Sleipner aus der drittklassigen Division 1 ab, zur Spielzeit 2021 gelang die Rückkehr. Pashang Abdulla schoss den Klub dabei mit 20 Saisontoren als Torschützenkönig der Nordstaffel mit zwanzig Saisontoren zum Klassenerhalt. Nach mehreren Spielzeiten im Tabellenmittelfeld stieg die Mannschaft am Ende der Spielzeit 2024 gemeinsam mit Täby FK und Friska Viljor FC erneut ab, als Staffelsieger der Division 2 Norrland Vår Norra vor Skellefteå FF und IFK Luleå kehrte der Klub jedoch direkt in die Drittklassigkeit zurück.[2]

Frauenfußball

1985 entstand bei Piteå IF eine Frauenfußball-Abteilung. Zunächst spielte die Mannschaft unterklassig, ehe ihr am Ende der Spielzeit 2008 erstmals der Aufstieg in die Damallsvenskan gelang. In der Eliteserie verpasste sie jedoch den Klassenerhalt und musste gemeinsam mit Mitaufsteiger Stattena IF direkt wieder absteigen. Als Absteiger dominierte die Mannschaft ihre Zweitligastaffel mit sieben Punkten Vorsprung auf Vasalunds IF und stieg direkt wieder auf. Mit wechselndem Erfolg etablierte sie sich in der Folge in der höchsten Spielklasse. In der Spielzeit 2015 belegte sie dabei hinter Meister FC Rosengård und Eskilstuna United den dritten Tabellenrang, in der Spielzeit 2018 holte der Klub erstmals den Meistertitel. In der UEFA Women’s Champions League 2019/20 schied man im Sechzehntelfinale gegen den dänischen Vertreter Brøndby IF aus. In den folgenden Jahren rutschte der Klub in der Tabelle ab und profitierte am Ende der Spielzeit 2021 als Tabellenvorletzter von einer Aufstockung der Mannschaftsanzahl in der Damallsvenskan auf 14 Mannschaften, weswegen es mit Växjö DFF nur einen Absteiger gab. Im Frühjahr 2024 erreichte die Mannschaft im schwedischen Pokal erstmals das Finalspiel. Durch einen 3:0-Erfolg über BK Häcken wurde der Wettbewerb gewonnen.

Einzelnachweise

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