Plaidter Hummerich

Berg in Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Reliefkarte: Rheinland-Pfalz
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Plaidter Hummerich

Der Plaidter Hummerich ist der weitestgehend abgetragene[1] Hausberg von Plaidt[2] in der Verbandsgemeinde Pellenz im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Er grenzt an die Ortschaften Kruft und Kretz an. Geografisch gehört er zur Pellenz.

Der Steinbruch vom Hummerich vor dem Korretsberg

Der Berg ist ca. 225 m hoch.[2] Im Jahr 1958 wurde ein den Berg umfassendes Landschaftsschutzgebiet eingerichtet.[3] Ab 1975 wurde für die Vereinigte Lavawerke VELAG GmbH & Co. KG sowie die Theis KG eine Ausnahme zum Betreiben eines Steinbruchs erteilt, das Landschaftsschutzgebiet besteht fort.[4] Der später den Berg umfassende Steinbruch Plaidter Hummerich ist mit dem Nebenbruch am Kollert verbunden.[5] Der Berg besteht vor allem aus vulkanischen Basaltschlacken und Laven mit kleinen Kristallen, die dort abgebaut werden.[1] Auf dem Gipfel wurden ab 1983 unter anderem Relikte der Neandertaler geborgen.[6] Neben dem Steinbruch befinden sich der Keltershäuserhof, die A 61 sowie das Naturschutzgebiet Korretsberg, in dem sich der gleichnamige Berg befindet. Im Jahr 2025 wurde eine Erweiterung des Steinbruchs beschlossen.[4]

Während des Nationalsozialismus befand sich auf dem Berg ein Hangsegelfluggelände der Reichssegelflugschule Hummerich.[7] Bis 1956 war das Gelände französisch besetzt.[8] Auf dem Berg wurden bis 1968 durch die Henschel Flugzeugwerke AG Hubschrauber getestet.[9]

Einzelnachweise

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