Plankstatt
Ortsteil des Marktes Emskirchen in Mittelfranken
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Plankstatt ist ein Gemeindeteil des Marktes Emskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Plankstatt liegt in der Gemarkung Gunzendorf.[3]
Plankstatt Markt Emskirchen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 32′ N, 10° 44′ O |
| Höhe: | 389 m ü. NHN |
| Einwohner: | 6 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91448 |
| Vorwahl: | 09104 |
Geografie
Bei der Einöde entspringt der Schafbrunnengraben, ein linker Zufluss des Fembachs (im Oberlauf Dürrnbucher Graben genannt). 1 km südwestlich erhebt sich der Egertenhöhe (405 m ü. NHN), 0,75 km westlich liegt das Flurgebiet Beim Hochweihergraben, 1 km nordwestlich Im Bergn und 1 km südlich das Rötelgründlein. Der Ort wird von der Bundesstraße 8 tangiert, die zum benachbarten Emskirchen (2,7 km nordwestlich) bzw. nach Bräuersdorf führt (1,5 km südöstlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1440 als „Blankstraut“ erstmals schriftlich erwähnt.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Plankstatt aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus. Der Halbhof hatte das Klosteramt Frauenaurach als Grundherrn.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Emskirchen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Plankstatt dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Emskirchen und der 1813 gegründeten Munizipalgemeinde Emskirchen zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Plankstatt in die neu gebildete Ruralgemeinde Gunzendorf umgemeindet. Plankstatt unterstand dem Landgericht Markt Erlbach. Die freiwillige Gerichtsbarkeit und die Polizei über das Anwesen hatte jedoch bis 1848 das Patrimonialgericht Wilhermsdorf.[7] Am 1. Januar 1972 wurde Gunzendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Emskirchen eingemeindet.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Emskirchen) gepfarrt.[6][18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Blankstadt. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 408 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 123 (Digitalisat). Ebd. S. 200 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Blanckstatt. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 231 (Digitalisat).
Weblinks
- Plankstatt in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Plankstatt in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Plankstatt im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. April 2025.