Plüsch

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Plüsch (von frz. peluche [pəlyʃ]) bzw. Polstoff ist ein textiles Flächengebilde mit ein- oder beidseitig aus einer Grundschicht herausragenden polschichtbildenden Fäden oder Fasern.[1] Die Polschicht besteht aus geschnittenen Faden- oder Faserenden, die überwiegend senkrecht auf der Grundschicht stehen und deren Polhöhe 3 mm und mehr beträgt (Schneidplüsch) oder aus Schlingen (Henkelplüsch)[2][3][4][5]

Pullover aus Nickiplüsch
Plüsch, Nahaufnahme


Als Gewebe wird Plüsch ähnlich hergestellt wie Samt. Im Gegensatz zu diesem hat Plüsch einen wesentlich höheren, dafür aber weniger dichten Faserflor, welcher eine Höhe von mehreren Zentimetern haben kann.

Bei gewirktem Scherplüsch oder Nickiplüsch wird in eine herkömmlich produzierte Strickware ein Extrafaden eingebunden, der an der Warenoberfläche kleine Schlingen bildet. Werden die Schlingen zerschnitten, entsteht durch die vielen kleinen, aus dem Stoff hängenden Fädchen eine samtartige Oberfläche. Der zusätzliche Faden kann ganzflächig oder gemustert eingebunden werden (zum Beispiel Frottee).

Kuscheltiere sind häufig aus Plüsch gefertigt und werden daher auch als Plüschtiere bezeichnet.

In der Umgebung der Städte Köln, Bonn und Aachen gibt es im ripuarischen Dialekt die Bezeichnung Plüschprumm („Plüschpflaume“) für Pfirsich,[6] sowie im norddeutschen Sprachraum die scherzhafte Bezeichnung Plüschmors („Plüschhintern“) für die Hummel.[7]

Siehe auch

Wiktionary: Plüsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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