Polymerisationswärme

Form der Reaktionswärme From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Polymerisationswärme ist in Technik und Chemie eine Sonderform der Reaktionswärme, die bei Kettenpolymerisationen eines bestimmten Monomers auftritt und zu einem Homopolymer führt.[Anm. 1] Nach IUPAC werden die Bezeichnungen Polymerisationsenthalpie (∆Hm, SI-Einheit: J mol−1) oder molare Polymerisationswärme empfohlen.[3]

Weitere Informationen Material, kJ/mol ...
Polymerisationswärme ausgewählter Monomere
Material kJ/mol
Styrol–70[1]
Vinylchlorid–71[1]
Vinylacetat–88[1]
Acrylnitril–79,4[2]
Acrylsäuremethylester–80[1]
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Kettenpolymerisationen sind exotherme Reaktionen, da die entstehenden Polymere energieärmer als die meist ungesättigten Monomere sind.[4]

Die erhebliche Polymerisationswärme muss bei industriellen Prozessen durch externe Kühlung abgeführt werden, damit verhindert wird, dass die Polymerisationsgeschindigkeit exponentiell anwächst, was zu einer Explosion führen kann.[4] (Siehe Trommsdorff-Effekt.)

Anmerkungen

  1. Das Wort Polymerisationswärme bezieht sich in der Regel nur auf Kettenpolymerisationen, da im deutschen Sprachraum oft und nicht IUPAC-konform mit Polymerisation nur polymerbildende Reaktionen, die über Kettenreaktionen verlaufen gemeint sind.

Einzelnachweise

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