Pomenovo
Siedlung in Nordmazedonien
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Pomenovo (mazedonisch Поменово) ist ein Dorf im zentralen Teil Nordmazedoniens, das zur Gemeinde Čaška gehört. Die nächstgelegene Stadt ist Veles.
| Pomenovo Поменово | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Vardar | |||
| Gemeinde: | Čaška | |||
| Koordinaten: | 41° 31′ N, 21° 39′ O | |||
| Höhe: | 366 m. i. J. | |||
| Einwohner: | 0 (2002[1]) | |||
| Kfz-Kennzeichen: | VE | |||
Geographie
Pomenovo liegt etwa 50 Kilometer südwestlich von Veles. Das Dorf befindet sich in der historischen Landschaft Azot, welche auch Babunija genannt wird, angelehnt an den Babuna-Fluss. Die Nachbardörfer von Pomenovo sind Stepanci und Smilovci. Nordwestlich des Dorfes erhebt sich das Bergmassiv Jakupica mit der Spitze Solunska Glava.[2]
Geschichte

Die Region Azot wurde nach 1900 Schauplatz blutiger Kämpfe und Scharmützel zwischen den bulgarischen Komitadschi der Inneren Makedonisch-Adrianopeler Revolutionären Organisation (WMORO) und den serbischen Tschetniks, welche sich teilweise erfolgreich in der Region eingenistet hatten.[3]
Laut der Statistik des Ethnographen Wassil Kantschow zählte Pomenovo Ende des 19. Jahrhunderts 390 Einwohner, welche allesamt als christliche Bulgaren klassifiziert wurden.[4]
Nach den Statistiken des Sekretärs des bulgarischen Exarchats Dimitar Mischew („La Macédoine et sa Population Chrétienne“) im Jahr 1905 lebten in Pomenovo 360 bulgarische Exarchisten.[5] Laut einem Geheimbericht des bulgarischen Konsulats in Skopje im Jahre 1907 erkannten alle 45 Haushalte des Dorfes unter Druck der serbischen Tschetniks das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel an.[6]
Nach der Jungtürkischen Revolution 1908 kehrten die 45 Haushalte zurück zum bulgarischen Exarchat.[7]
Im Zuge des Balkankrieges meldeten sich fünf Dorfbewohner freiwillig zur Makedonisch-Adrianopeler Landwehr, einem Freiwilligenverband der bulgarischen Armee.[8]
1927 führte der deutsche Forscher Leonhard Schultze Pomenovo auf seiner Karte Mazedoniens auf und ordnete es als ein bulgarisch-christliches Dorf ein.[9]
Laut der letzten Volkszählung von 2002 hatte Pomenovo keine Einwohner zu verzeichnen.


