Pompeius Lenaeus
Freigelassener des Pompeius, Leiter einer Schule, Übersetzer
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Pompeius Lenaeus († nach 35 v. Chr.) war ein Freigelassener des Gnaeus Pompeius Magnus und Begleiter fast all seiner Feldzüge.
Ursprünglich aus Athen stammend, wurde er als Junge in Ketten entführt, floh jedoch in sein Heimatland und wurde aufgrund seines Talents und seiner Gelehrsamkeit ohne Lösegeld freigelassen. Für seinen ehemaligen Herrn übersetzte Lenaeus ein Werk des Königs Mithridates von Pontus (132–63 v. Chr.) über Gifte ins Lateinische. Nach dem Tod des Pompeius und seiner Söhne ernährte sich Lenaeus durch den Betrieb einer Schule in Rom, die er in den Carinae, in der Gegend beim Tempel der Tellus, leitete – dort, wo sich das Haus der Pompeier befunden hatte. Unter den Grammatikern war er bekannt und wurde allein mit seinem Namen, „Pompeius Lenaeus“, erwähnt. Nach Pompeius’ Tod wandte er sich energisch gegen den Geschichtsschreiber Sallust (86–35 v. Chr.), da er dessen Darstellung des Pompeius als schamlosen Heuchler ablehnte. Über Lenaeus’ weiteres Leben ist nichts bekannt.
Quellen
Literatur
- Prosopographia Imperii Romani (PIR) ² (1998) P 620.
- Edward Courtney: Lenaeus. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 7, Metzler, Stuttgart 1999, ISBN 3-476-01477-0, Sp. 44–45.
- John Hazel: Who’s Who in the Roman World. 2. Auflage. Routledge, London 2002, ISBN 0-415-29162-3, S. 163.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lenaeus, Pompeius |
| KURZBESCHREIBUNG | Freigelassener des Pompeius, Leiter einer Schule, Übersetzer |
| GEBURTSDATUM | 1. Jahrhundert v. Chr. |
| STERBEDATUM | nach 35 v. Chr. |