Ports of Call

Computerspiel aus dem Jahr 1987 From Wikipedia, the free encyclopedia

Ports of Call ist ein Computerspiel des Genres Wirtschaftssimulation. Es wurde vom Unternehmen Aegis Interactive Software 1987 für Amiga 500/600 (OCS/ECS) und 1990 für IBM-PCs veröffentlicht, wobei die Amiga-Version grafisch und klanglich überlegen war, entsprechend den damals noch eher beschränkten Multimedia-Fähigkeiten der PCs. In einer neuen Version (XXL) ist das Spiel inzwischen auch auf dem PC in zeitgemäßer Grafik zu spielen, unter anderem mit Hafen-Ein- und Ausfahrten in 3D. Mittlerweile ist das Spiel auch für Android- und iOS-Geräte (nur iOS 3–10)[1] verfügbar.

Schnelle Fakten Entwickler, Leitende Entwickler ...
Ports of Call
Entwickler Aegis Interactive Software
Leitende Entwickler Rolf-Dieter Klein
Martin Ulrich
Veröffentlichung 1987
Plattform Android, Commodore Amiga, iOS, MS-DOS
Genre Wirtschaftssimulation
Medium Diskette, Download
Sprache Deutsch, Englisch
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Spielprinzip

Der Spieler ist Besitzer einer Reederei und kauft zu Beginn des Spieles einige Schiffe, um Waren über die Weltmeere zu transportieren. Wichtig ist dabei nicht nur eine glückliche Hand beim Handel und der Wahl des Frachters, sondern auch ein wenig Geschicklichkeit, denn der Spieler muss sein Schiff oft auch selbst in den Zielhafen manövrieren und dabei Geschwindigkeit und Kurs kontrollieren. Manchmal muss man aber auch das eigene Schiff durch Riffe oder ähnliches bewegen. Die Grafik ist dabei recht simpel und findet in der Draufsicht statt. Weiterhin gibt es ein Wettersystem, durch das man in einen Sturm auf hoher See geraten kann. Auch das Einlaufen in Häfen der Konfliktherde dieser Welt birgt hohe Risiken wie Piraten und ansteckende Krankheiten.

Schafft man es, dass die Reederei erfolgreich schwarze Zahlen schreibt, hat man die Möglichkeit, Hightech-Schiffe zu kaufen. Rutscht man hingegen tief in die roten Zahlen, beendet ein Pleitegeier das Spiel.

Entwicklungs- und Veröffentlichungsgeschichte

Die Grafiken wurden teilweise von James D. Sachs und R. E. LaBarre erstellt.[2]

Die 1991 vom französischen Unternehmen The Disk Company veröffentlichte MS-DOS-Version enthielt ein Steckmodul für den RS-232-Port, das eine Klanguntermalung ermöglichte.[3]

Ports of Call 2008 Classic

Am 3. März 2008 erschien eine neue Version für Windows. Es hat eine grundlegende Überarbeitung und Erweiterung stattgefunden. Das Spiel ist nun erstmals komplett in 3D.

Rezeption

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
AmigaDOS
ASM9/129/12
Amiga Joker80 %
Power Play52 %
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Die ASM wertete, Ports of Call sei „einfach Spitze“ und ein „Leckerbissen“ für Fans von Wirtschaftssimulationen. Redakteur Thomas Brandt monierte eine mangelhafte klangliche Untermalung, hob aber die deutsche Anleitung positiv hervor.[4]

Der Amiga Joker notierte 1991 anhand des Erscheinens der DOS-Version, dass Ports of Call bei Erscheinen für das Wirtschaftssimulationsgenre einmalige Grafiken präsentiert hätte, die auch vier Jahre später noch sehenswert seien. Redakteur Joachim Nettelbeck kritisierte, dass die Action-Sequenzen im Mehrspielermodus das Spielgeschehen unnötig unterbrächen.[5] Im selben Jahr testete die ASM die DOS-Version des Spiels. Redakteur Torsten Blum monierte die „einfältigen“ EGA-Grafiken, lobte aber eine „gelungene“ Sounduntermalung.[6] Die Power Play monierte die veraltete Grafik der DOS-Version.[3]

Die deutschsprachige Retro Gamer hielt 2024 retrospektiv fest, dass Ports of Call 1987 „die erste nennenswerte Wirtschaftssimulation auf dem Amiga“ gewesen sei. Die vom Spiel verlangten „preußischen Tugenden“ hätten damals den Nerv der Spielerschaft getroffen. In Summe sei Ports of Call „gut gealtert“.[2]

Einzelnachweise

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