Postbauer-Heng
Marktgemeinde im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern
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Postbauer-Heng ist eine Marktgemeinde im westliche Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Postbauer-Heng ist Teil der europäischen Metropolregion Nürnberg.[2]
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 11° 21′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Höhe: | 450 m ü. NHN | |
| Fläche: | 24,65 km² | |
| Einwohner: | 7912 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 321 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 92353 | |
| Vorwahlen: | 09188, 09180 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NM, PAR | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 73 155 | |
| LOCODE: | DE POS | |
| Marktgliederung: | 10 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Centrum 3 92353 Postbauer-Heng | |
| Website: | www.postbauer-heng.de | |
| Erster Bürgermeister: | Horst Kratzer (CSU) | |
| Lage des Marktes Postbauer-Heng im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz | ||
Der Doppelname leitet sich von den beiden ehemals selbständigen Gemeinden Postbauer und Heng ab.[3]


Geografie
Geografische Lage
Der Ort Postbauer-Heng liegt in der westlichen Oberpfalz rund 17 km südöstlich der Stadt Nürnberg und knapp 5 km nordöstlich der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz.[2]
Der Hauptort Postbauer-Heng befindet sich am Fuße des Dillbergs, der mit 595 m gleichzeitig den höchsten Punkt des Marktes darstellt. Der Dillberg gilt als Grenzberg zwischen der Oberpfalz und Mittelfranken; zugleich als Unterquellberg für die Schwarzach bzw. den Siegenbach. Damit ist der Dillberg ein Teil der Europäischen Wasserscheide.[2]
Gemeindegliederung
Postbauer-Heng besteht aus den Gemeindeteilen Postbauer-Heng, An der Heide, Brandmühle, Buch, Dillberg, Kemnath, Köstlbach, Kothmühle, Pavelsbach (Vorwahl 09188) und Wurzhof.[4] Daneben ist noch die Wüstung Kyrstetten (in der Gemarkung Pavelsbach gelegen) zu nennen, die in den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs aufgegeben wurde.
Der jetzige Marktgemeinde Postbauer-Heng entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss der früheren Orte Heng und Postbauer und der späteren Eingemeindung des Orts Pavelsbach.[5]
| Gemeindeteil | Siedlungstyp | Hauptwohnsitze (31. Dezember 2024)[6] |
Hauptwohnsitze (31. Dezember 2025)[6] |
+/- |
|---|---|---|---|---|
| An der Heide | 53 | 51 | - 2 | |
| Brandmühle | Weiler | 92 | 90 | - 2 |
| Buch | Dorf | 163 | 173 | + 10 |
| Dillberg | Dorf | 99 | 98 | - 1 |
| Kemnath | Dorf | 1.734 | 1.759 | + 25 |
| Köstlbach | Dorf | 186 | 184 | - 2 |
| Kothmühle | Einöde | 7 | 7 | 0 |
| Kyrstetten | Wüstung | |||
| Pavelsbach | Kirchdorf | 995 | 990 | - 5 |
| Postbauer-Heng | Hauptort | 4.691 | 4.694 | + 3 |
| Wurzhof | 61 | 63 | + 2 | |
| Insgesamt | 8.081 | 8.109 | +28 |
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind von Norden aus im Uhrzeigersinn: Burgthann (Mittelfranken), Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Neumarkt in der Oberpfalz, Berngau, Freystadt und Pyrbaum.
| Burgthann | Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Pyrbaum | Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Freystadt | Berngau |
Geschichte

Bis zur Gründung der Großgemeinde
Ortsteil Heng
Die Ersterwähnung des Ortes Heng in der Schreibweise "Heingi" erfolgte durch den Eichstätter Bischof Gundekar II. im sog. Pontifikale Gundekarianum der Jahre 1057–1075.
In den Jahren 1138–1147 tritt der Landadelige "Adelpreht de Hengen" als Zeuge auf, als die Töchter Burkards von Wolfershofen, im Rahmen ihres Eintritts in den Konvent des Klosters Weihenstephan, diesem Besitz in Daßwang übergaben.[7]
Im Jahre 1140 wird ein "Adelbercht den Hengen" in einer Urkunde Heinrichs IV. genannt. Ein weiteres Mal fand dieser "Alberth de Heinge" in einer Urkunde des Klosters Waldsassen im Jahre 1154 Erwähnung.[8]
Für das Jahr 1283 sind für den Ort 23 Hofstellen nachweisbar. Bis zum Jahre 1343 wuchs die Anzahl der Hofstellen um 21 auf 44 an, was in erster Linie auf die Rodungstätigkeit des Deutschorden-Pflegamts Postbauer zurückzuführen ist.[9]
Bei dem ältesten Bauwerk der Marktgemeinde handelt es sich um die im Jahre 1068 von Bischof Gundekar II. geweihten und im 15. Jahrhundert neu errichtete Kirche St. Jakobus in Heng.[10][11]
Die Ruralgemeinde Heng, zu der auch der Ort Köstlbach zählte, wurde mit dem Gemeindeedikt von 1818 gebildet.[12]
Ortsteil Postbauer
Der Ort Postbauer fand als "Bospawer" erstmals im Jahre 1271 in einer Urkunde der Deutschordenskommende Nürnberg Erwähnung.[8][9]
Von 1271 bis 1805 bestand in Postbauer ein Pflegamt des Deutschen Ordens. Somit gehörte der Ort während dieses Zeitraums der Deutschordensballei Franken an und war damit Teil des Fränkischen Reichskreises. Im Zeitraum von 1283 bis 1806 besaß der Deutsche Orden ein Schloss in Postbauer, welches 1996 renoviert wurde und der Marktgemeinde heute als Kulturstätte dient.[13]
1381 wurde der Raubritter Eppelein von Gailingen im Ort Postbauer festgenommen und wenige Tage später in Neumarkt hingerichtet.[5]
Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurde die Gemeinde Postbauer gebildet, der auch die Orte Buch, Dillberg und Kemnath sowie die Weiler/Einzelhöfe Brandmühle, Kothmühle und Wurzhof angehörten.[12]
Am 1. Dezember 1871 wurde, mit Eröffnung der Teilstrecke Nürnberg-Neumarkt, der Ort Postbauer an das neu entstehende bayerische Bahnnetz angeschlossen.[11]
Gemeinsame Projekte der Gemeinden Heng und Postbauer
Zur Verbesserung der Wasserversorgung gründeten die Gemeinden Heng und Postbauer am 7. Oktober 1959 den "Zweckverband zur Wasserversorgung Postbauer und Heng". Der Zweckverband errichtete Tiefbrunnen mit Wasseraufbereitung am heutigen Bauhofgelände sowie zwei Hochbehälter auf dem Grünberg.[11]
Die Gründung des "Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung der Gemeinden Heng und Postbauer" erfolgte am 29. Oktober 1968. Die Baumaßnahmen zur Errichtung einer gemeinsamen Kläranlage sowie der Hauptsammler und Hausanschlüsse wurde am 19. November 1971 abgeschlossen.[11]
Am 21. August 1969 gründeten die Gemeinden Heng, Oberhembach, Pavelsbach, Postbauer, Pyrbaum, Rengersricht und Seligenporten den "Schulverband der Volksschule Postbauer und Heng". Ziel war die Errichtung eines gemeinsamen Schulgebäudes.[11]
Gründung der Großgemeinde
Die Gemeinde Postbauer-Heng entstand am 1. April 1971 im Zuge der Bayerischen Gemeindegebietsreform durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Heng und Postbauer.[3]

Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern war die Bevölkerung Pavelsbachs aufgerufen, am 2. März 1975 darüber abzustimmen, mit welcher der drei benachbarten Großgemeinden (Berngau/Postbauer-Heng/Pyrbaum) fusioniert werden soll. Das eindeutige Ergebnis dieser Wahl von rund 2/3 der abgegebenen Stimmen, führte am 1. April 1975 zur Eingliederung der Gemeinde Pavelsbach und des Ortsteils "An der Heide" in die Gemeinde Postbauer-Heng.[11][14]
Weitere Gemeindeentwicklung bis in die Gegenwart

- Errichtung eines Feuerwehrzentrums mit drei Fahrzeughallen. Die Einweihung erfolgte am 30. August 1975.[11]
- Neubau des zentralen Kirchengebäudes "St. Elisabeth" mit Kirchenweihe am 10. Oktober 1975 durch den Eichstätter Bischof Alois Brems.[11]
- Bau eines Rathauses im Centrum mit Grundsteinlegung im Oktober 1975 und Einweihung am 10. Juli 1977.[11]
- Am Brunnenweg 4 wurde am 30. Mai 1981 das Bauhofgebäude eingeweiht. Das Gelände wurde in 2001 zum Wertstoffhof ausgebaut.[11]
- Am 30. Juni 1990 wurde in Zentrumsnähe das Naturfreibad Postbauer-Heng eröffnet.[11]
- 1998 wurde die neue evangelische Martin-Luther-Kirche eröffnet.[11]
- Postbauer-Heng ist am 17. September 2005 zum Markt erhoben worden.[11]
Einwohnerentwicklung
Zwischen 1985 und 2025 wuchs die Einwohnerzahl (Hauptwohnsitz) des Marktes Postbauer-Heng von 5700 auf 8109 um 2409 Einwohner bzw. um 42,3 %.

- 2005–2025[15]
Politik
Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat von Postbauer-Heng besteht aus 20 Marktgemeinderäten und dem Ersten Bürgermeister.
| CSU | SPD | Grüne | Bürgerblock | UPW-FW | Gesamt | |
| 2026 | 11 | 2 | 2 | 3 | 2 | 20 Sitze |
| 2020 | 10 | 2 | 3 | 3 | 2 | 20 Sitze |
| 2014 | 11 | 2 | 2 | 3 | 2 | 20 Sitze |
| 2008 | 10 | 3 | 1 | 3 | 3 | 20 Sitze |
| 2002 | 11 | 3 | 1 | 3 | 2 | 20 Sitze |
| 1996 | 9 | 4 | 0 | 4 | 3 | 20 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 8. März 2026)[16]
Bürgermeister
Der Erste Bürgermeister Michael Frisch (CSU) wurde bei der Kommunalwahl 2026 mit 65,6 % der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Mitbewerber Armin Gärtner de Freitas (SPD) erhielt 16,4 % und Manuel Eckert (Bürgerblock) 18,0 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,9 Prozent.[17]
Wappen
| Blasonierung: „Über blauem Schildfuß in Silber ein schwarzes Tatzenkreuz, dessen Arme mit je einem goldenen Lilienstängel belegt sind.“[18] | |
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Das Wappen wird seit 1975 geführt. |
Kommunale Allianz Schwarzachtalplus

Markt Postbauer-Heng ist Mitglied der Kommunalen Allianz Schwarzachtalplus. Zu dieser gehören auch die Stadt Altdorf bei Nürnberg, die Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, die Gemeinde Burgthann, der Markt Feucht, die Gemeinde Leinburg, der Markt Pyrbaum, die Gemeinde Schwarzenbruck und die Gemeinde Winkelhaid. Im Rahmen eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) wird gemeinschaftlich an der Erhaltung charakteristischer Landschaftsräume, an der Stärkung der Siedlungsstrukturen und Ortsmitten sowie an der gemeinsamen Gestaltung der Mobilitäts- und Energiewende gearbeitet. Ziel ist es auch den Zusammenhalt in der Region zu stärken.[19]
Aktionsbündnis Oberpfalz-Mittelfranken (ILE AOM)
Der Markt Postbauer-Heng ist Teil des vom Freistaat Bayern geförderten Aktionsbündnisses Oberpfalz-Mittelfranken. Zu diesem gehören auch der Markt Allersberg, die Stadt Berching, die Gemeinde Berngau, die Stadt Freystadt, die Gemeinde Mühlhausen, der Markt Pyrbaum sowie die Gemeinde Sengenthal. Durch diesen Zusammenschluss können Aufgaben wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Digitalisierung, Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe u. v. m. effizienter und zielgerichteter bewältigt werden. Staatlicherseits erfolgt hierbei eine Förderung von Einzelmaßnahmen durch das Amt für Ländliche Entwicklung.[20]
Gemeindepartnerschaften
Postbauer-Heng unterhält seit 1979 eine Partnerschaft mit der österreichischen Gemeinde Sankt Ulrich bei Steyr und seit 1994 mit der ungarischen Gemeinde Gárdony am Velencer See.[5]
Gemeinwohl-Ökonomie
Postbauer-Heng beschloss im Jahr 2019, eine Gemeinwohl-Bilanz aufzustellen. Damit ist sie die zweite Gemeinde in Bayern (nach Kirchanschöring) mit Gemeinwohl-Bilanz. Am 24. April 2022 wurde die erste Bilanz im Rahmen eines Erlebnistages zur Gemeinwohl-Ökonomie den Bürgern vorgestellt.[21]
Kultur, Sehenswürdigkeiten und Freizeitgestaltung
Kultur
Der Markt Postbauer-Heng bietet ein großes kulturelles Angebot, welches durch den Treffpunkt PH im Rahmen der Lokalen Agenda 21 koordiniert wird. Im ehemaligen Deutschordenschloss, das von der Gemeinde bewirtschaftet wird, finden Vorträge und klassische Konzerte statt. Seit 2011 existiert der Jugendtreff Seven, der von zwei Streetworkern betreut wird, im ehemaligen Feuerwehrhaus Postbauer-Heng.
Sehenswürdigkeiten


- Keltische Hügelgräber (in der Pavelsbacher Waldabteilung Stockenau)[2]
- Viereckschanze (zwischen Pavelsbach und Dippenricht in der Waldabteilung Appel)[2]
- Fundort des Bucher/Ezelsdorfer Goldkegels sowie Goldkegelplatz[5]
- Fleischmichlhaus in Pavelsbach[22]
Kirchen


- Die katholische Pfarrkirche St.-Elisabeth stammt aus dem Jahr 1975, der Glockenturm wurde 1980 errichtet.
- Die im Jahre 1068 geweihte Kirche St. Jakobus in Heng, wurde im 15. Jahrhundert neu errichtet und ist damit das älteste Gebäude der Gemeinde. Sie wurde 1881/82 nach Westen hin neugotisch erweitert.[10]
- Die St.-Cäcilia-Kirche wurde 1602 bis 1608 von der Bevölkerung Pavelsbachs an der Stelle der 1552 zerstörten Kirche des ebenfalls niedergebrannten Ortes Kyrstetten neu erbaut. Die Neuweihe fand jedoch erst im Jahre 1682, im Rahmen der Neuausstattung der Kirche statt.[10]
- Die St.-Johannes-Kirche in Postbauer wurde vom Deutschen Orden in den Jahren 1722–1724 errichtet.[10]
- Die St.-Leonhard-Kirche in Pavelsbach aus dem Jahr 1736 ist ein beachtenswertes Bauwerk, ausgestattet mit einer der anspruchsvollsten Schöpfungen des Rokoko im Landkreis Neumarkt i.d.Opf.[10]
- Die Martin-Luther-Kirche, 1998 geweiht, ist das Gotteshaus der evangelischen Christen in der Gemeinde.
Kapellen
- Die Marienkapelle Kemnath entstand im Jahr 1740.
- Die Ortskapelle Antonius von Padua in Buch wurde von den Bürgern des Ortes 1786 erbaut.
- Die Ortskapelle Mariä Namen in Köstlbach wurde 1999 eingeweiht und ersetzte eine Kapelle von 1792, die wegen Baufälligkeit abgetragen werden musste.
- Die Hauskapelle in Postbauer wurde 1834 von einem Gastwirt als Hauskapelle errichtet.
Natur

Geotope
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich drei vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.
- Sandgrube am Gitzberg (373A001)[23]
- Ehemalige Sandgrube in der Oberen Haid (373A012)[24]
- Ehemalige Tongrube bei Heng (373G001)[25]
Freizeiteinrichtungen und Vereine
Naturfreibad
Rund 500 m östlich des Ortszentrums betreibt die Marktgemeinde ein Naturbad mit abgetrenntem Nichtschwimmerbereich und großer Liegewiese, Wasserspielplatz und einer Minigolfanlage bei freiem Eintritt.[5]
Sport und Sportanlagen
Über das Gebiet des Marktes verteilen sich mehrere Fußball- und Bolzplätze sowie zwei Tennisanlagen.
Die Hauptsportart in Postbauer-Heng ist Fußball. Die Fußballmannschaft des Henger SV spielt derzeit (Stand 2025/2026) in der Kreisliga Neumarkt/Jura des BfV und ist damit die Höchstklassige Fußballmannschaft des Marktes. Die Fußballmannschaften des SV Postbauer und TSV Pavelsbach bilden derzeit eine Spielgemeinschaft und sind in der Kreisklasse Ost beheimatet (Stand 2025/2026).
Des Weiteren bieten die ansässigen Sportvereine Kampfsportarten wie Judo, Ju Jutsu und Karate sowie Badminton, Fitness, Gymnastik, Handball, Kegeln, Radsport, Schach, Schießsport, Skisport, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Volleyball, und Wandern an.[5]
Musik und Gesang
In Postbauer-Heng gibt es eine aktive Musikszene mit Gruppen und Künstlern der unterschiedlichsten Richtungen. Dixi, Jazz und Klassische Musik sind ebenso zu finden wie Blaskapellen und verschiedene Chöre.[5]
Geselligkeit und Gemeinwohl
Neben einem Heimat- und Traditionsverein und einem Burschenverein sind noch ein Imkerverein, eine Soldaten- und Kriegerkameradschaft, Fanclubs, verschiedene Fördervereine, eine Naturschutzgruppe, die Rotkreuzgruppen, die Wasserwacht, die Katholische Arbeiterbewegung, der Sozialverband Vdk Postbauer-Heng und der Verein für Eigentum, Pflege und Leben zu nennen.
Die drei örtlichen Obst- und Gartenbauvereine befassen sich vor allem mit der Ortsverschönerung und der Traditionspflege insbesondere an kirchlichen Festtagen wie Erntedank.[5]
Regelmäßige Veranstaltungen
Auf dem Platz vor dem Rathaus findet am 2. Adventswochenende der traditionelle Weihnachtsmarkt statt, bei dem Vereine und Institutionen weihnachtliche Spezialitäten anbieten. Eröffnet wird diese Veranstaltung vom Postbauer-Henger Christkind. Das Backofenfest des OGV Heng findet jeweils am 1. Mai am Henger Dorfstadel statt. Mitte September veranstaltet der OGV Pavelsbach das Kartoffelfest beim Dorfmuseum Fleischmichlhaus, wo Spezialitäten rund um die Kartoffel angeboten werden.[5]
In den Tagen um den Jakobitag, am 25. Juli eines jeden Jahres, veranstaltet der Burschenverein Köstlbach-Heng die im gesamten Landkreis bekannte Jakobi-Kirwa im kleinen Ortsteil Köstlbach. Anfang August wird regelmäßig das Weiherfest an der B8 im Umfeld der St. Johannes-Kirche gefeiert. Die traditionsreichste Festlichkeit findet jeweils am 3. Oktoberwochenende in Pavelsbach statt, wo alte Kirchweihbräuche noch heute gelebt werden.[5]
Infrastruktur
Industrie und Dienstleistung

In Postbauer-Heng sind mehrere mittelständische Firmen in den Bereichen Handwerk und Dienstleistung ansässig. Zu den größten Unternehmen des Marktes zählen die Firmengruppe Bock, die Fa. Dennert Poraver, die Fa. Schaller und die Fa. Irema Filter.
In der Marktgemeinde finden sich verschiedene Angebote an ärztlicher, fachärztlicher und weiterer medizinischer Versorgung sowie Anbieter der Nahversorgung für den täglichen Einkauf.
Verkehr

Postbauer-Heng liegt direkt an der B 8 und an der Bahnstrecke Regensburg–Nürnberg. Über die B 8 ist das 30 km entfernte Nürnberg zu erreichen. Die Entfernung zur A 3 mit Anschluss in Neumarkt und zur A 9 mit Anschluss in Allersberg beträgt jeweils 10 km.
Am 1. Dezember 1871 erhielt der Ort Postbauer über die Teilstrecke Nürnberg-Neumarkt einen Eisenbahnanschluss. Der zweigleisige Betrieb folgte dann 1898. Seit 1978 trägt der Bahnhof den Namen Postbauer-Heng.[11] 1998 wurde er auf S-Bahn-Niveau umgebaut. Die S-Bahn ist seit Dezember 2010 in Betrieb.
Postbauer-Heng ist in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert und wird täglich durch zahlreiche Bahnverbindungen nach Neumarkt und Nürnberg mit der S-Bahnlinie S 3 und Busverbindungen nach Neumarkt und Allersberg mit der Linie 505 des OVF angefahren.
Bildung

In Postbauer-Heng befindet sich mit der Erich-Kästner-Schule die von der Schülerzahl her (709 Schüler im Schuljahr 06/07) größte Volksschule der Oberpfalz. Ca. 400 Schüler besuchen die Bildungseinrichtungen (Gymnasium, Realschule, FOS/BOS und Förderschule) in Neumarkt. In Postbauer-Heng befindet sich auch eine Musikschule des Bundesverbandes deutscher Privatmusikschulen, die ihren Sitz im Schulhaus der ehemaligen Gemeinde Heng hat (heute „Haus der Musik“). In Postbauer-Heng gründete Heiko Gärtner eine „Wildnisschule“.[26]

Rundfunk
Der Sender Dillberg ist ein wichtiger Rundfunk- und Fernsehsender des Bayerischen Rundfunks.
Persönlichkeiten
- Angelus Sturm (1886–1968), Benediktiner, in Pavelsbach geborener Kirchen- und Kunsthistoriker.
- Hans Bradl (1941–2016), Politiker (CSU), Bezirkstagspräsident der Oberpfalz 1992–1999, langjähriger Bürgermeister des Marktes Postbauer-Heng und Heimatpfleger.

