Postimperialismus

Begriff für ein Stadium nach dem Imperialismus From Wikipedia, the free encyclopedia

Postimperialismus, ein strukturalistischer Begriff der Internationalen Beziehungen,[1] bedeutet: ein Stadium oder Verhältnisse nach dem Imperialismus. Je nach dem gewählten Kriterium für das Ende des Imperialismus ist aber durchaus Unterschiedliches gemeint:

  • Verhältnisse in oder zwischen den Ex-Kolonien und den Ex-Kolonialmächten, wenn die Auflösung der Kolonialreiche oder Imperien als Zäsur genommen wird. In diesem Sinne nutzen diesen Begriff etwa die Vertreter der postkolonialen Kulturtheorie oder der postimperialistischen Entwicklungstheorie.[2]
  • ein Stadium des Kapitalismus mit befriedeten Verhältnissen zwischen den kapitalistischen Metropolen, wenn die Herstellung einer stabilen Kooperation zwischen den expansiven Industriestaaten als Endpunkt des Imperialismus gilt.[3] Postimperialismus wäre dann – je nach Detailauffassung – ein Oberbegriff oder ein Synonym für Ultra-Imperialismus und/oder Super-Imperialismus gemäß der marxistischen Imperialismuslehre.

Einzelnachweise

Literatur

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