Posucice

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Posucice (deutsch Poßnitz, tschechisch Posutice) ist ein Ortsteil der Stadt- und Landgemeinde Branice im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Schnelle Fakten Posucice Poßnitz, Basisdaten ...
Posucice
Poßnitz
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PosucicePoßnitz (Polen)
Posucice
Poßnitz (Polen)
Posucice
Poßnitz
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Głubczyce
Gmina: Branice
Geographische Lage: 50° 4′ N, 17° 50′ O
Höhe: 320 m n.p.m.
Einwohner: 196 (15. Juli 2014[1])
Postleitzahl: 48-140
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OGL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
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Gesamtansicht

Geographie

Das Waldhufendorf Posucice liegt fünf Kilometer nordöstlich von Branice, 17 Kilometer südlich von Głubczyce (Leobschütz) und 79 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene an der Kałuża (Kaluscha), einem rechter Zufluss der Troja.

Nachbarorte von Posucice sind im Nordosten Dzbańce-Osiedle (Paulinenhof), im Südosten Wódka (Hochkretscham), im Südwesten Branice (Branitz) und im Westen Michałkowice (Michelsdorf).

Geschichte

Der Ort wurde 1377 erstmals als Posenticz erwähnt. 1407 wurde der Ort als Postenticz. 1431 als Posutycz, 1453 als Posuticz und 1461 als Posutiz erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Posut ab.[2]

1672 wurde im Ort eine Kirche erbaut.[3] Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Poßnitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1763 wurde im Ort eine Schule eingerichtet. Am 28. Oktober 1777 brannte die Kirche nieder. Der Kirchenbau wurde daraufhin wieder aufgebaut.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Poßnitz ab 1816 zum Landkreis Leobschütz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Kirche, eine katholische Schule, eine Windmühle, eine Brauerei, eine Brennerei und 105 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Poßnitz 956 Einwohner, davon drei jüdisch.[4] 1861 zählte Poßnitz 25 Bauern-, 28 Gärtner-, 50 Häuslerstellen und 21 Kolonisten.[5] 1874 wurde der Amtsbezirk Poßnitz gebildet, dem die Landgemeinden Hennerwitz, Krug, Löwitz und Poßnitz sowie die Gutsbezirke Hennerwitz, Krug und Poßnitz eingegliedert wurden.[6]

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Poßnitz 698 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und zwei für Polen. Poßnitz verblieb wie der gesamte Stimmkreis Leobschütz beim Deutschen Reich.[7] 1933 wurden 748 Einwohner gezählt und 1939 waren es 713 Einwohner. Bis 1945 gehörte der Ort zum Landkreis Leobschütz.[8] Am 22. März 1945 flüchtete die Dorfbevölkerung vor der heranrückenden Roten Armee in das Sudetenland.

Infolge des Zweiten Weltkrieges kam der bisher deutsche Ort 1945 unter polnische Verwaltung, wurde in Posucice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde Posucice der Woiwodschaft Opole zugeteilt. Seit 1999 gehört es zum Powiat Głubczycki.

Dorfvorsteher (bis 1945)

  • 1902–1926 Franz Görger
  • 1926–1935 Josef Strassig
  • 1935–1936 Leo Zahel
  • 1936–1945 Josef Gröger

Sehenswürdigkeiten

St.-Laurentius-Kirche
  • Die römisch-katholische St.-Laurentius-Kirche (Kościół św. Wawrzyńca) wurde 1672 erbaut. Am 25. Oktober 1777 wurde sie durch ein Feuer zerstört und später wieder aufgebaut. 1817 wurde der baufällige Glockenturm abgetragen und zwei Jahre später wieder aufgebaut.[5] Der Kirchenbau steht seit 1948 unter Denkmalschutz.[9]
  • Gutshaus Poßnitz
  • Steinerne Wegkreuze

Literatur

  • Georg Beier: Die Dörfer des Kreises Leobschütz 1914–1946. Oberschlesischer Heimatverlag Dülmen, 1990. ISBN 3-87595-277-4
Commons: Posucice – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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