Pretilachlor

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Pretilachlor ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der Carbonsäureamide (genauer Chloracetamide). Als selektives Herbizid wurde es 1982 von Ciba-Geigy (jetzt Syngenta) unter dem Handelsnamen Rifit eingeführt.[3][4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Pretilachlor
Allgemeines
Name Pretilachlor
Andere Namen
  • 2-Chlor-2′,6′-diethyl-N-(2-propoxyethyl)acetanilid
  • Rifit (Handelsname)
Summenformel C17H26ClNO2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 51218-49-6
EG-Nummer (Listennummer) 610-630-3
ECHA-InfoCard 100.121.179
PubChem 91644
ChemSpider 82747
Wikidata Q3409268
Eigenschaften
Molare Masse 311,85 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,076 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−20 °C[2]

Siedepunkt

135 °C bei < 0,001 hPa[1]

Dampfdruck

< 0,001 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315331410
P: 261304+340+312403+233[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Die kommerzielle Herstellung von Pretilachlor erfolgt zunächst über eine reduktive Aminierung von 2,6-Diethylanilin (1) mit Propoxyacetaldehyd (2), wobei intermediär zunächst das entsprechende Imin (3) gebildet wird. Eine anschließende Reduktion mittels katalytischer Hydrierung liefert das Zwischenprodukt (4), welches mit Chloressigsäurechlorid (5) unter Abspaltung von Chlorwasserstoff zu Pretilachlor (6) reagiert:[4]

Industrielle Synthese von Pretilachlor
Industrielle Synthese von Pretilachlor

Ein alternativer Syntheseweg setzt den p-Toluolsulfonsäure-2-propoxyethylester ein, welcher direkt mit dem 2,6-Diethylanilin in einer nukleophilen Substitution reagiert und somit den Schritt der katalytischen Hydrierung umgeht.[4]

Eigenschaften

Pretilachlor ist eine farblose Flüssigkeit, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1] Sie ist stabil gegenüber Hydrolyse.[5]

Verwendung

Pretilachlor wird als Herbizid verwendet.[6][7]

Zulassung

In den EU-Staaten wie Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz ist kein Pflanzenschutzmittel zugelassen, welches Pretilachlor als Wirkstoff enthält.[8]

Einzelnachweise

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