Priesendorf

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Priesendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg, Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lisberg und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Priesendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Priesendorf hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 54′ N, 10° 43′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Lisberg
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 8,36 km²
Einwohner: 1469 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96170
Vorwahl: 09549
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 173
Gemeindegliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Schloss 6
96170 Lisberg
Website: www.priesendorf.de
Erster Bürgermeister: Matthias Krapp[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Priesendorf im Landkreis Bamberg
Karte
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Geografie

Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Steigerwald am Flüsschen Aurach an der Grenze zwischen Oberfranken und Unterfranken. Durch Priesendorf verläuft der Fränkische Marienweg.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Eltmann, Viereth-Trunstadt, Lisberg, Schönbrunn im Steigerwald und Oberaurach (Landkreis Haßberge, Unterfranken).

Gemeindegliederung

Die beiden Gemeindeteile sind (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl angegeben):[3][4]

Es gibt die Gemarkungen Neuhausen und Priesendorf. Die Gemarkung Priesendorf hat eine Fläche von 4,737 km². Sie ist in 1578 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3001,93 m² haben.[5][6]

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Priesendorf gehörte den Freiherren Münster zu Lisberg und war ein Teil des Rittergutes Lisberg, außerdem zum Fränkischen Ritterkreis. Seit der Rheinbundakte von 1806 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zum Königreich Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Neuhausen eingegliedert.[7]

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1245 auf 1508 um 263 Einwohner bzw. um 21,1 %.

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 0933 1056 1240 1292 1360 1456 1519 1546 1505
mit Neuhausen 02930316
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Religion

Laut Zensus am 9. Mai 2011 waren 76,5 % der Einwohner römisch-katholisch und 14,5 % evangelisch-lutherisch. 9,0 % hatten eine andere Religion oder waren konfessionslos.

Politik

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2020 Matthias Krapp (CSU), der ohne Gegenkandidaten 81,43 % der Stimmen erhielt. Seine Vorgängerin Maria Beck (CSU) und Gisela Hofmann in Königsfeld waren die ersten Bürgermeisterinnen im Landkreis Bamberg. 2014 wurde Beck ohne Gegenkandidaten mit 92,54 % der Stimmen wiedergewählt. Sie löste 2008 Werner Raab (parteilos, bis Dezember 2007 CSU, kandidierte 2008 für die SPD) ab, der seit 1985 im Amt war.

Gemeinderat

Weitere Informationen Wahljahr, CSU ...
Wahljahr CSU SPD Freie Wähler Christliche Wählergemeinschaft Gesamt
2020930012
2014930012
2008741012
2002722112
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Wappen

Wappen der Gemeinde Priesendorf
Wappen der Gemeinde Priesendorf
Blasonierung: „In Rot über einem silbernen Hirschgeweih zwei schräggekreuzte goldene Messer, darüber eine silberne heraldische Lilie.“[8]
Wappenbegründung: Die gekreuzten Messer weisen auf den heiligen Bartholomäus hin, den Namenspatron der Kirche in Priesendorf. Die Lilie steht als Mariensymbol für die Wallfahrtskapelle im Ort und das silberne Hirschgeweih erinnert an den 1717 verstorbenen Jäger Konrad Gregel. Er stand in Diensten der Grafen von Schönborn, deren Wappenfarben Gold (Löwe) und Rot (Feldfarbe) übernommen wurden, und in deren Herrschaftsbereich Priesendorf lag. Konrad Gregel hatte sich seinerzeit für eine Abtrennung Priesendorfs von der Pfarrei Eltmann eingesetzt.

Baudenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

2023 gab es 188 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort, 668 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 34 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe einen Betriebe. 2020 bestanden 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 339 Hektar.[9]

Freiwillige Feuerwehren

Brauereien

Die Brauerei Schrüfer in Priesendorf gehört mit einem Ausstoß von etwa 400 Hektolitern pro Jahr zu den kleinsten Brauereien der Welt. Bis zum Jahre 1969 gab es die Brauerei Lang.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2024)[9]:

  • einen Kindergarten mit 103 Plätzen
  • eine Volksschule mit 125 Schülern

Vereine

Commons: Priesendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Priesendorf – Reiseführer

Einzelnachweise

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