Protopin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Protopin ist eine organische Verbindung und ein Alkaloid, das insbesondere in Mohngewächsen vorkommt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Protopin
Allgemeines
Name Protopin
Andere Namen

7-Methyl-6,8,9,16-tetrahydrobis[1,3]benzo­dioxolo[4,5-c:5′,6′-g]azecin-15(7H)-on

Summenformel C20H19NO5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 130-86-9
EG-Nummer 204-999-6
ECHA-InfoCard 100.004.546
PubChem 4970
ChemSpider 4799
Wikidata Q390706
Eigenschaften
Molare Masse 353,4 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,399 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

208 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264270301+312+330501[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Gewöhnlicher Erdrauch

Protopin ist ein weit verbreitetes pflanzliches Alkaloid. Es kommt in der Gattung Berberitzen (Berberis) sowie in vielen Gattungen der Familie Mohngewächse (Papaveraceae) und der zugehörigen Unterfamilie Erdrauchgewächse (Fumariaceae) vor.[2] Dazu gehören beispielsweise der gewöhnliche Erdrauch und der Ranken-Erdrauch aus der Gattung Fumaria,[3] Corydalis ternata[4] und Corydalis meifolia[5] aus der Gattung Lerchensporne und das Schöllkraut (Chelidonium majus).[6]

Biosynthese

Protopin wird über den gleichen Biosyntheseweg gebildet wie die Benzylisochinolin-Alkaloide. Dieser geht von Tyrosin aus und führt über Norcoclaurin, Coclaurin und Reticulin zu Scoulerin. Beim Reticulin und Scoulerin zweigen diverse andere Synthesewege ab, zu Noscapin, Berberin und Morphin. Die Biosynthese von Protopin verläuft vom Scoulerin weiter über Cheilanthifolin und Stylopin. Protopin wiederum ist Vorläufer in der Biosynthese von Dihydrosanguinarin und Sanguinarin.[7]

Einzelnachweise

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