6-Propyl-3-piperidinol

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6-Propyl-3-piperidinol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Conium-Alkaloide und Pseudoalkaloide. Die (3S,6S)-Form ist auch unter dem Namen Pseudoconhydrin oder ψ-Conhydrin, die (3S,6R)-Form als Epipseudoconhydrin bekannt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Pseudoconhydrin
Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name 6-Propyl-3-piperidinol
Andere Namen

5-Hydroxy-2-propylpiperidin

Summenformel C8H17NO
Kurzbeschreibung

hygroskopischer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 4367461
ChemSpider 25900364
Wikidata Q104944542
Eigenschaften
Molare Masse 143,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt
  • 105–106 °C (3S,6S)-Form[2][3]
  • 90–92 °C (3RS,6RS)-Form[2]
Siedepunkt

236 °C (3S,6S)-Form[1]

Löslichkeit

sehr gut löslich in Wasser, Ethanol und Diethylether (3S,6S)-Form[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Gefleckter Schierling

Pseudoconhydrin kommt natürlich im gefleckten Schierling (Conium maculatum) vor.[2]

Gewinnung und Darstellung

6-Propyl-3-piperidinol kann durch eine zweistufige Reaktion aus 5-Hydroxy-2-picolin gewonnen werden.[5] Ebenfalls bekannt ist die mehrstufige Synthese ausgehend von 2-Methylpyridin-5-sulfonsäure.[6] Daneben sind noch weitere Syntheseverfahren bekannt.[7][8][9]

Auch für Epipseudoconhydrin sind mehrere Synthesen bekannt. Bei einer davon ist der entscheidende Schritt eine ungewöhnliche, hochgradig cis-diastereoselektive 1,4-asymmetrische Induktion bei der Amidoallylierung.[10][11]

Eigenschaften

Pseudoconhydrin ist ein farbloser Feststoff, der sehr gut löslich in Wasser ist. Es wurde von E. Merck in den Rückständen aus der Herstellung von Coniin entdeckt und von A. Ladenburg und G. Adam untersucht.[12][13] Aus wässrigen Lösungen scheidet es sich als Monohydrat ab, das einen Schmelzpunkt von 58–60 °C besitzt. Die Verbindung bildet ein Hydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 213–214 °C. Wie Conhydrin enthält Pseudoconhydrin eine Hydroxylgruppe und wandelt sich beim Erhitzen mit Phosphorpentoxid bei 110 °C in Pseudoconicein um.[14][15]

Einzelnachweise

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