Purple Disco Machine

deutscher Disco- und Houseproduzent und DJ From Wikipedia, the free encyclopedia

Purple Disco Machine (bürgerlich Tino Piontek, geb. Schmidt; * 23. November 1980 in Dresden[1]) ist ein deutscher Disco- und House-Produzent und DJ. Der Künstlername ist angelehnt an Prince (Purple Rain) sowie an Gloria Estefan (Miami Sound Machine).

Purple Disco Machine (2018)

Leben

Tino Piontek wuchs in der DDR auf; nach dem Schulabschluss absolvierte er eine Lehre als Koch in einem Restaurant mit Michelin-Stern in Dresden. Nach Zivildienst sowie nachträglichem Abitur war sein Ziel, Lehrer zu werden und in seiner Freizeit Musik für andere zu schreiben.[2]

Sein Vater weckte bei ihm in jungen Jahren das Interesse an westlichen Pop- und Rockmusikbands wie Genesis und Queen. 1996 begann er mit dem Produzieren unter Nutzung des Programms Cubase und einiger Synthesizer, gleichzeitig entdeckte er Housemusic im Dresdner Nachtleben.[3] Er wurde als DJ aktiv, doch beendete er diese Tätigkeit nach einiger Zeit. Piontek betreute anschließend die Computer-Arbeitsgemeinschaften mehrerer Grundschulen in Dresden.[4]

2012 erschienen seine ersten Produktionen unter dem Pseudonym Stereofunk. Ab da begannen internationale DJ-Auftritte und 2017 erschien sein Debütalbum beim Label Sony Music Entertainment.

Seinen bisher größten kommerziellen Erfolg feierte er im August 2020 mit der Single Hypnotized, die er gemeinsam mit Sophie and the Giants aufnahm. Im Januar 2022 veröffentlichten beide mit In the Dark eine weitere gemeinsame Single.[5]

Piontek lebt mit Ehefrau Sabrina und den gemeinsamen beiden Kindern in Dresden.[4]

Auszeichnungen

Der kommerzielle Erfolg von Purple Disco Machine zeigt sich an bislang 37 Platin-Schallplatten und 14 Goldenen Schallplatten (Stand: Januar 2024). Demzufolge hat Piontek bisher mehr als 3,4 Millionen Tonträger verkauft; die erfolgreichste Single-Veröffentlichung ist Hypnotized mit mehr als 1,6 Millionen verkauften Exemplaren.

Bei den Grammy Awards 2023 gewann er für seinen Remix von Lizzos Single About Damn Time in der Kategorie „Best Remixed Recording“ einen Grammy. Er ist nach dem Opernsänger Ekkehard Wlaschiha der zweite sächsische Künstler, der den internationalen Musikpreis gewinnen konnte.[6]

Ende April 2023 ehrte Dresden ihn damit, dass sich Tino Piontek in das Goldene Buch seiner Geburtsstadt eintragen durfte.[7]

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH
als Stereofunk
 
2009 Fools Planet
Klang Gymnastik (KG)
Erstveröffentlichung: 20. August 2009
2012 Radio Robotic
Modulor Records (MOD)
Erstveröffentlichung: 31. August 2012
als Purple Disco Machine
 
2017 Soulmatic
Sweat It Out Music (WMG)
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 2017
2021 Exotica
Columbia Records (Sony)
DE8
(8 Wo.)DE
AT30
(1 Wo.)AT
CH28
Platin
Platin

(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 2021
Verkäufe: + 119.000
2024 Paradise
Columbia Records (Sony)
DE11
(3 Wo.)DE
AT15
(2 Wo.)AT
CH13
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 20. September 2024
Verkäufe: + 22.000
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Einzelnachweise

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