Purpurin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Purpurin ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung und gehört wie Flavopurpurin und Anthrapurpurin zu den Alizarinfarbstoffen. Purpurin tritt neben Alizarin in der Krappwurzel auf. Aus dieser wurde es erstmals 1822 von Friedlieb Ferdinand Runge, und damit vier Jahre vor den entsprechenden Arbeiten von Pierre-Jean Robiquet und Jean-Jacques Colin[3][4][5], isoliert.[6] Es wird künstlich aus Alizarin durch Oxidation mit Braunstein und Schwefelsäure dargestellt, spielt aber als Farbstoff eine geringe Rolle (Verwendung im Kattundruck, Chromlack rotviolett).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Purpurin
Allgemeines
Name Purpurin
Andere Namen

1,2,4-Trihydroxyanthrachinon

Summenformel C14H8O5
Kurzbeschreibung

dunkelbrauner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 81-54-9
EG-Nummer 201-359-8
ECHA-InfoCard 100.001.237
PubChem 6683
ChemSpider 6431
Wikidata Q116472
Eigenschaften
Molare Masse 256,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

253–256 °C[1]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Eigenschaften

Die Verbindung tritt in zwei polymorphen Formen auf. Das Polymorph I bildet ein orthorhombisches Kristallsystem mit der Raumgruppe Pca21 und zeigt einen Schmelzpunkt bei 257 °C. Das Polymorph II kristallisiert in einem monoklinen Kristallsystem mit der Raumgruppe P21/c. Beim Erhitzen wandelt sich das Polymorph um 150 °C monotrop in das Polymorph I um. Es handelt sich so um eine metastabile Kristallform.[7]

Literatur

  • Paul Karrer: Lehrbuch der organischen Chemie. 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1948, S. 630.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI